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    <title>DENKRAUMSTADT – Perspektiven für urbane Zukünfte</title>
    <link>https://www.denkraumstadt.de</link>
    <description>Die gemeinwohlorientierte, lebenswerte Stadt von morgen braucht zukunftsfähige Weichenstellungen. Dieser Blog adressiert Potenziale, Voraussetzungen und Herausforderungen urbaner Transformationen und macht transformative Ideen, innovative Projekte und die Chancen des Wandels in Architektur und Stadtentwicklung sichtbar.</description>
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      <title>DENKRAUMSTADT – Perspektiven für urbane Zukünfte</title>
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    <item>
      <title>Die Bauwende muss raus aus der Fachblase.</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/wer-spricht-denn-eigentlich-von-der-bauwende</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2025-03-25+um+16.52.12.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer spricht denn eigentlich
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           von der Bauwende?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt keinen gesellschaftlichen Diskurs zur ubiquitären Abrisspraxis und die mit dem Baubestand verbundenen Werte und Potenziale.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: pixabay/architecture-3173357_1280
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Bauwende muss raus aus der Fachblase
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kann gar nicht oft genug gesagt werden. Auch bei der Eröffnung der
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.denkraumstadt.de/fix-it-umbau-statt-abriss"&gt;&#xD;
      
           Ausstellung FIX IT – UMBAU STATT ABRISS
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           am 6. März in Berlin wurde wieder der fehlende gesellschaftliche Diskurs zum Thema betont.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Jahren bleibt die Abrissfrage, auch Bauwende genannt, unterhalb des gesellschaftlichen Wahrnehmungsradars. Es gibt kein gesellschaftliches Bewusstsein für die Auswirkungen der vorherrschenden Stadtproduktionslogik Neubau-Abriss–Neubau und den einhergehenden ökologisch-sozialen Implikationen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch den ubiquitären, meist nicht hinterfragten Abbruch brauchbarer Baubestände werden nicht nur Ressourcen verschwendet und Treibhausgase ausgestoßen, zu oft gehen damit gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum, fragile soziale Gefüge und Nachbarschaften verloren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Damit die Bauwende gelingt, sind umfassende Herausforderungen zu bewältigen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Ohne die Veränderung der Rahmenbedingungen in Planungsrecht und Baupraxis können zirkuläres Bauen und UmbauKultur nicht zum Standard werden. Ohne Zweifel eine Mammut-Aufgabe. Voraussetzung dafür ist ein Umdenken auf allen Ebenen, ein infrage stellen fest etablierter Strukturen, Denkmuster und Handlungsmaximen. Es geht darum, den Status Quo und gesellschaftliche Narrative kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Bauwende ist Teil der Systemwende
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : Bauen innerhalb der planetaren Grenzen, im Dienst für Menschen und Gemeinwohl, der Baukultur verpflichtet – statt Profitmaximierung. Diese transformative Wende erfordert zukunftsfähige Weichenstellungen: Entschlossene steuerpolitische Förderungen für Bestandserhalt und Umbaukultur und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Politik, Bauwirtschaft, Finanzwesen – und das gesellschaftliche Gespräch!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Denn Bauen – unsere gebauten Lebensräume – betrifft alle
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Deshalb sind gesellschaftliche Debatten darüber, wie wir bauen, so wichtig. Ohne gesellschaftliche Unterstützung fehlt der Schub für die Anstrengungen, die die Transformation uns abverlangt. Aber es steckt in mehrerer Hinsicht viel positives Potenzial in der Bauwende, das stärker in die gesellschaftliche Wahrnehmung gebracht werden muss. Mit praktischen Beispielen unterfütterte neue Narrative können aufzuzeigen, welche Chancen mit dem Wandel verbunden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Zukunft liegt im Bestand
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           – das belegt nicht nur der zahlenmäßige Vergleich mit dem Neubau. Es gibt schon viele qualitätvolle Umbauten und Leuchtturmprojekte, die das sinnlich erfahrbar machen. Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten/ BDA stellt auf seiner Website den
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.bda-bund.de/architektur/umbau-atlas/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Umbau-Atlas“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , eine wachsende Sammlung qualitätvoller Umbauprojekte, bereit. Auch der als Citizen Science Projekt entstandene
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://abriss-atlas.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           "Abrissatlas"
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           mit inzwischen über 3000 Eintragungen ist auf der BDA-Website zu finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 25 Mar 2025 16:11:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/wer-spricht-denn-eigentlich-von-der-bauwende</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Paradigmenwechsel,Bestandserhalt,Bauwende,Bestandsentwicklung,Umbau statt Abriss</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>FIX IT! UMBAU STATT ABRISS.</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/fix-it-umbau-statt-abriss</link>
      <description>Jedes abgerissene Gebäude verschwendet Ressourcen und Energie, zerstört Gemeinschaften und gebaute Geschichte. Die Initiative House Europe zielt darauf ab, Renovierung und den Umbau vom Bestand zur Norm zu machen – mit den Gebäuden auch Gemeinschaften zu erhalten, eine gerechtere und lokale Bauwirtschaft zu schaffen, Energie und Ressourcen zu sparen und Baukultur zu bewahren.
Architects for Future Deutschland und die Europäische Bürgerinitiative HOUSE EUROPE! eröffneten am 6. März in Berlin die Wanderausstellung in der Neuen Galerie für bildende Künste in Berlin.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Unbenannt.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Architects for Future und die Europäische Bürgerinitiative
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           HOUSE EUROPE! eröffneten am
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           6. März die Wanderausstellung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           FIX IT! UMBAU STATT ABRISS
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           in der Neuen Galerie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           für bildende Künste in Berlin
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           FIX IT! UMBAU STATT ABRISS!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Jedes abgerissene Gebäude verschwendet Ressourcen und Energie, zerstört Gemeinschaften und gebaute Geschichte. Die Initiative House Europe zielt darauf ab, Renovierung und den Umbau vom Bestand zur Norm zu machen – mit den Gebäuden auch Gemeinschaften zu erhalten, eine gerechtere und lokale Bauwirtschaft zu schaffen, Energie und Ressourcen zu sparen und Baukultur zu bewahren.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehlende gesellschaftliche Debatte zu den Potenzialen des Bestandes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Potenzial der Bauwende und des Bauens im Bestand wird gesellschaftlich völlig unterschätzt und durch das in Bauwesen und Gesellschaft vorherrschende Narrativ „Wir müssen bauen, bauen, bauen“ übersehen bis ignoriert. Und damit wird selbstverständlich auf den Neubau fokussiert. Es gibt keinen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Bauwende. Abgesehen von einem kleinen Kreis von Pionieren der Branche thematisiert niemand, dass es genug Gebäudebestand für unsere Bedarfe in Europa vorhanden ist. Dabei ist Europa fertig gebaut! Neben einer besseren Förderung von Umbau ist es wichtig, einen Diskurs in der Gesellschaft zu erzeugen. Dazu soll auch die Ausstellung beitrag
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           en.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bestandserhalt und Sanieren einfacher, günstiger und sozial gerechter machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Europäischen Bürgerinitiative HouseEurope! fordern Architects For Future gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen, Botschafter:innen und Bauschaffenden durch neue EU-Gesetze, das Bestandserhalt und Sanieren einfacher, günstiger und sozial gerechter zu machen. Es sollen Anreize geschaffen werden, damit die Renovierung und der Umbau bestehender Gebäude in Zukunft die Norm sind. Dadurch sollen Sanierung und Renovierung angekurbelt und der Gebäudebestand aufgewertet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um diese Ziele zu erreichen, wird ein Recht auf Wiederverwendung für bestehende Gebäude gefordert, dass sich auf drei Forderungen stützt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           DIE FORDERUNGEN
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           :
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.   Steuerliche Vorteile für Sanierung und wiederverwendete Materialien
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           2.   Faire und einheitliche Bewertungskriterien für Bestandsgebäude
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           3.   Verpflichtende Ökobilanzierung unter Berücksichtigung des Bestande
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           s
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konkrete Maßnahmen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bestehende Gebäude erhalten: Einsatz für die Erhaltung, Renovierung und adaptive Wiederverwendung von Gebäuden, um Ressourcen zu erhalten, CO2-Emissionen zu senken und die kulturelle und historische Kontinuität zu bewahren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wirtschaftliche Anreize schaffen: Vorschlag von Maßnahmen wie steuerliche Anreize und Harmonisierung von Normen, damit Renovierungen attraktiver und lukrativer werden als ein Abriss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Graue Energie bewerten: Berücksichtigung der bereits in Gebäude investierten Energie, sodass ein Übergang geschaffen werden kann von bereits geschehenen Umweltauswirkungen zu Nachhaltigkeit in der Zukunft.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bezahlbaren Wohnraum schaffen: Nutzung der Kostenvorteile bestehender Gebäude, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Gentrifizierung abzumildern und die Vertreibung von Gemeinschaften zu verhindern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Bausektor umgestalten: Wandel des Sektors von materialintensiv zu arbeitsintensiv, wodurch Arbeitsplätze geschaffen und lokale Unternehmen in ganz Europa unterstützt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An EU-Strategien anpassen: Aufbau auf bestehenden nationalen und EU-Rechtsvorschriften zur Förderung von Renovierung und Umbau und zur Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klimaziele erreichen: Förderung von Renovierung und Umbau bestehender Gebäude, um zum EU-Ziel der Dekarbonisierung des Gebäudebestands bis 2050 beizutragen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.houseeurope.eu/de/" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Unbenannt-9177a06b.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            STATUS QUO Bauen in Europa
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Auszüge aus dem Langtext der Petition).
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Heutzutage werden Gebäude nicht als Wohnräume, sondern als Spekulationsobjekte behandelt. Finanzspekulation führt dazu, dass Millionen von Quadratmetern leerstehen und verfallen oder abgerissen und ersetzt werden. Von funktionierenden Einfamilienhäusern bis hin zu verlassenen Industrie- und Bürogebäuden. Für Immobilienspekulanten steht jedes Gebäude zum Abriss!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ewiger Zyklus von Abriss und Neubau.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 2050 werden wir so rund 2 Milliarden Quadratmeter Bestandsfläche in Europa abreißen. Das entspricht der Hälfte des Wohnraums in Deutschland oder mehr als dem gesamten Wohnraum von Paris oder Berlin. Stattdessen werden wir Milliarden von Quadratmetern neuen Wohnraum bauen, als Ersatz für das, was bereits da war. Das schafft soziale, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Probleme, da Abrisse immer einen Verlust von Wohnungen, Arbeitsplätzen, Energie und Geschichte bedeuten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Spekulationsproblem: Profitinteressen überwiegen gegen Gemeinwohl.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das aktuelle System ist darauf ausgelegt, Gebäude abzureißen und neue zu bauen. Dieser Ansatz wird durch Vorschriften und Anreize zugunsten des Neubauens noch gefördert. Bestehende Gebäude werden durch hochpreisige Immobilien ersetzt, die Profitmaximierung über das Gemeinwohl stellen. Das Verhältnis zwischen Spekulation und Sanierung und den Bedürfnissen der Gemeinschaften und der Umwelt ist jedoch komplex.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Natürlich ist Fortschritt für unsere Gesellschaft wichtig, doch muss auch sichergestellt werden, dass dieser nicht auf Kosten bestehender Gemeinschaften, lokaler Wirtschaftskreisläufe, unserer Umwelt und unserer Baukultur geht. Unser Ziel ist es daher, die schädlichen Praktiken der spekulativen Immobilienentwicklung zu beleuchten, die der Grund für den Abriss sind und sich auf jeden einzelnen von uns auswirken.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Baukrise – Festhalten an einem nicht zukunftsfähigen System.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bauindustrie hat einen erheblichen Einfluss auf unser Leben, und es ist daher dringend erforderlich, dass über ihren Einfluss auf unseren Alltag gesprochen wird. Die Bauindustrie ist einer der profitabelsten und wichtigsten Märkte in der EU, aber auch einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen und einer der größten Energieverbraucher. Nach Angaben der Europäischen Kommission sind Gebäude für rund 36 % der CO2-Emissionen und 40 % des gesamten Energieverbrauchs in der EU verantwortlich und machten im Jahr 2021 35 % der energiebezogenen Emissionen innerhalb der EU aus.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus erzeugt die Branche mehr als 35 % des gesamten Abfalls in der EU – ihr ökologischer Fußabdruck ist also enorm. Dennoch halten wir an einem System fest, in dem es billiger ist, etwas Neues zu kaufen, als sich um das Alte zu kümmern. In diesem System hat der finanzielle Gewinn Vorrang vor dem Wohlergehen der Menschen und des Planeten. Ein System, in dem Renovierung und Anpassung gegenüber Abriss und Neubau in den Hintergrund getreten sind.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das mag in der Vergangenheit funktioniert haben, als die Ressourcen scheinbar unendlich vorhanden waren und der Neubau billiger, schneller und einfacher war als die Sanierung bestehender Gebäude. Doch die aktuelle Material- und Energieknappheit zeigt uns, dass dieses System nicht mehr funktioniert. Deshalb ist der Bausektor der Dreh- und Angelpunkt des sozialen und ökologischen Wandels, und alle Beteiligten – von der Immobilienbranche über die Architektinnen und Architekten bis hin zur Bauindustrie – müssen die Risiken des Abrisses und das Potenzial der Renovierung erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Der Renovierungsmarkt – Potenziale des Bestandes.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Renovierung öffentlicher und privater Gebäude birgt ein enormes Potenzial. Das Ziel der EU-Mitgliedstaaten, den Gebäudebestand bis 2050 zu renovieren, lässt sich in konkrete Zahlen fassen: Derzeit sind nur 25 % des europäischen Gebäudebestands renoviert, was bedeutet, dass 75 % der Arbeit noch vor uns liegt. Bei der derzeitigen jährlichen Renovierungsrate von 1 % würde es dreimal so lange dauern, wie wir haben, um die vereinbarten Ziele zu erreichen. Daher müssen wir der Realität ins Auge sehen: Wir müssen die Renovierungsrate verdreifachen, um unsere Ziele zu erreichen!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Um dies zu erreichen, müssen wir den Wert der bestehenden Gebäude erkennen und ihrer Renovierung Vorrang einräumen. Renovieren ist eine großartige Lösung, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, CO2-Emissionen zu reduzieren und Erinnerungen und Gemeinschaften zu bewahren.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Mar 2025 14:44:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/fix-it-umbau-statt-abriss</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Paradigmenwechsel,Bestandserhalt,Bauwende,Bestandsentwicklung,Umbau statt Abriss</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Unbenannt.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Unbenannt.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rückblick 2024 – Diskursiv unterwegs</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/rückblick-2024-diskursiv-unterwegs</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/RECAP+2024-2.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2024 war ein inhaltlich inspirierendes und ereignisreiches Jahr. Auch in diesem Jahr war es mir ein Anliegen, auf Fachveranstaltungen präsent zu sein und den gesellschaftlichen Diskurs zu befördern .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grafik: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           RÜCKBLICK 2024
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           In meinen verschiedenen Funktionen als freie Stadtforscherin und in meinen Ehrenämtern bin ich vielfältig unterwegs gewesen. Genau 32 x durfte ich an Dialog- und Gesprächsformaten, Konferenzen oder Workshops teilnehmen oder selbst Impulse, Beiträge und Austauschformate anbieten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Urbanistin schaue ich aus einer Metaperspektive auf das Phänomen Stadt. Mein Interesse gilt dabei der Schnittstelle zwischen gebauter Stadt und gesellschaftlicher Sphäre – mit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fokus auf die zukunftsfähige, gemeinwohlorientierte Transformation gebauter Räume und die lebenswerte Stadt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Wesentlich für den urbanen Wandel und die Klimaanpassung ist neben der Mobilitätswende auch das zirkuläre Bauen, die (Um)Baukultur und die Wohnwende. Zielgruppenorientiert und mit unterschiedlicher Nuancierung und finden diese Themen Niederschlag in meiner Arbeit als Autorin, Speakerin, Moderatorin und urbane Praktikerin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gemeinwohl im Fokus.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Wirkungsfeld im
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.netzwerk-immovielien.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Netzwerk Immovielien
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist die gemeinwohlorientierte Immobilien- und Quartiersentwicklung mit Koproduktion als Public-Civic-Partnership. Immovielien sind Immobilien, die von Vielen für Viele bedarfsorientiert, gemeinwohlorientiert und gemeinschaftlich entwickelt und betrieben werden. Als Alternative zur kommerziellen Stadtproduktion fokussieren Immovielien auf das im Quartier erarbeitete Gemeinwohl als Rendite. Als
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ehrenamtliche Vorständin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
             durfte ich das Netzwerk auf fünf externen Veranstaltungen vertreten und über den gesellschaftlichen Mehrwert von Immovielien sprechen und Vernetzungsaufgaben wahrnehmen, um die Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte Immobilien- und Quartiersentwicklung zu verbessern. Mehrere digitale Vernetzungs-Veranstaltungen und Immovielien-Austauschformate und ein großartiges Netzwerktreffen am 12. und 13. April in der Kunst-Klinik Hamburg mit vielen Mitgliedern, spannenden Workshops und Impulsen durfte ich mitgestalten. Auf dem Konvent der Baukultur der Bundesstiftung Baukultur in Potsdam waren wir am 10. Juni auf den Marktplatz der Initiativen eingeladen und durften Immovielien (auch als Teil von Baukultur) vorstellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Förderung des lokalen Wandels im Quartier.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir von  Futur:ista kümmern uns als urbane Praktikerinnen gemeinsam mit den Menschen vor Ort um den lokalen Wandel und positive Zukunftsgestaltung im Norden von Tempelhof.  
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Gesellschaft wird der transformative Wandel nicht gelingen. Futur:ista aktiviert und macht Menschen zu Zukunftsgestalter:innen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Part dabei ist, Themen der Transformation auf der Ebene der Städte in die Öffentlichkeit zu tragen, zu vermitteln und das gesellschaftliche Gespräch zu fördern
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .  Denn obwohl die bauliche Umwelt das Leben der Menschen maßgeblich prägt, bleibt der öffentliche Diskurs über die zukunftsfähige Gestaltung menschlicher Lebensräume in Stadt und Land weitgehend aus. Die diskursive Kluft zwischen Fachwelt und allgemeiner Öffentlichkeit und der Mangel an Vorstellungen im Hinblick auf die Zukunft können als Ursache dafür angesehen werden. Neue Narrative, die den Weg in eine positive Zukunft beschreiben – andere Zukunftserzählungen und Bilder, die Lust auf Zukunft machen, werden dringend gebraucht. Auch der von mir verfasste
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.futuristawirgestaltenzukunft.de/blog/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Futur:ista Blog WANDELGESCHICHTEN
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           befasste sich 2024 mit Narrativen des Wandels und allgemeinverständlicher Vermittlung von Themen, die meist nicht aus der Fachwelt herauskommen, aber für das Gelingen der Transformation und die Akzeptanz der Maßnahmen in der Stadtentwicklung von Bedeutung sind.   Der thematische Bogen reichte von Fragen der Transformation in der Stadtentwicklung – Was ist eigentlich eine Schwammstadt? Was hat biologische Vielfalt mit Stadtentwicklung zu tun? Die Zirkuläre Stadt – von Zero Waste zu Zirkulärem Bauen –  bis zum positiven Handabdruck und gemeinwohlorientierten Initiativen und zivilgesellschaftliche Pionieren, die visionär und mutig gemeinsam Zukunft gestalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Saisonaler Kiezladen im Eiscafe Fräulein Frost, Zukunftsdialoge, Kiezfest mit Ausstellung.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Begleitung verschiedener Gruppen und der erneuten saisonalen Zwischennutzung des Eiscafés Fräulein Frost als
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.futuristawirgestaltenzukunft.de/kiezladen/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Kiezladen Miteinander“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           durch das Kiezladenteam konnten wir als  Futur:ista 2024 im Norden von Berlin-Tempelhof vieles realisieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Zukunftsdialog „Die Bäume und wir“ am 18. April hat uns Saskia Ellenbeck, Bezirksstadträtin von Tempelhof Schöneberg, als Gast über die Situation der Bäume im Kiez und die Maßnahmen ihrer Bezirksverwaltung zu deren Versorgung berichtet. Ein von mir geleiteter Workshop behandelte das Tempelhofer Feld und dessen ökologische und gesellschaftliche Bedeutung für die Stadt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Am 20. Mai haben wir mit der interessierten Öffentlichkeit im Nachgang einen kleinen Zukunftsdialog zur Zukunft des Tempelhofer Feldes im Westfeld-Garten auf dem Tempelhofer Feld veranstaltet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Am 13. Juli fand in Kooperation mit anderen lokalen Akteuren das große Kiezfest „Miteinander zwischen gestern und morgen“ statt: ein vielfältiges, partizipatives Programm mit gemeinsamen Essen, Musik, Spiel und 2 Zukunftsrädern der Stiftung Berlin 2037, auf denen mittels VR-Brille durch grüne Berliner Stadträume der Zukunft geradelt werden konnte. Ebenfalls zum Thema Stadtraum-Wandel durfte ich mit den Gästen den 1.Teil der von mir konzipierten Ausstellung „Lebenswerte menschenzentrierte Stadt“ die Themen Klimaanpassung​ und Verkehrswende diskutieren.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Zukunftsdialog am 11. Oktober beschäftigte sich mit dem Thema „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Im Fokus standen die verschiedenen lokalen Aktivitäten im Kiez - vom sozialen Miteinander über Regenwassernutzung, Lebensmittelrettung, Reuse-Aktionen, bis zu Unterstützungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Die Ausstellung „Lebenswerte menschenzentrierte Stadt“ und ihre Fortsetzung mit dem Schwerpunkt Natur, Grün und Gesundheit in der Stadt konnte vor Ort angeschaut und diskutiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Perspektiven für den urbanen Wandel.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Höhepunkt meines Jahres war die Einladung zur IHK Konferenz „Weltmetropole Berlin. Leben und gestalten“  am 10. Juni, auf der ich in der Session Car(e)free City: Eine realistische Vision? einen Impuls über „Das transformative Potenzial der Verkehrswende“ halten und anschließend auf dem Podium mit Andreas Knie (Mobilitätsforscher, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Eberhard Brodhage (Landesvorsitzender ADFC Berlin e.V.) und Gerd Brettschneider (Geschäftsführer Fuhrgewerbe-Innung) im von Thomas Meißner moderierten Gespräch über die Verkehrs- und Mobilitätswende sprechen durfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Auf dem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fachtag der Stadtteilzentren Berlins
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           durfte ich am 18. November einen Impuls halten über die Kraft von positiven Visionen und Zukunftsbildern für eine demokratiestärkende Stadt- und Gesellschaftsentwicklung, mutmachende Pionierprojekte und neurowissenschaftliche Strategien, um Hoffnung zu schöpfen und neuen Ideen Raum zu geben. Mit anschließendem Workshop und Gespräch dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 11 Mar 2025 17:36:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/rückblick-2024-diskursiv-unterwegs</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>In Dialog mit der Zukunft treten – die Kraft von Visionen.</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/dialog-mit-der-zukunft-treten-die-kratd-von-visionen</link>
      <description>Der Zukunftsforscher Max Horx empfiehlt in einen Dialog mit der Zukunft zu treten – durch langfristiges Denken aus der überreizten Gegenwart herauszutreten und positive Zukunftsbilder zu entwickeln.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Foto+Biennale+_Dialog+mit+der+Zukunft.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dialog mit der Zukunft:
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           die Kraft von Visionen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Zukunftsforscher Max Horx empfiehlt in einen Dialog mit der Zukunft zu treten – durch langfristiges Denken aus der überreizten Gegenwart herauszutreten und positive Zukunftsbilder zu entwickeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;font&gt;&#xD;
                              &lt;font&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;font&gt;&#xD;
                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                      &lt;span&gt;&#xD;
                                        &lt;font&gt;&#xD;
                                          
                             Die Globalisierung als letzte große Zukunftserzählung
                            &#xD;
                                        &lt;/font&gt;&#xD;
                                      &lt;/span&gt;&#xD;
                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                  &lt;/font&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/font&gt;&#xD;
                            &lt;/font&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;font&gt;&#xD;
                              &lt;font&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;font&gt;&#xD;
                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                      &lt;span&gt;&#xD;
                                        &lt;font&gt;&#xD;
                                          
                             ist gescheitert.
                            &#xD;
                                        &lt;/font&gt;&#xD;
                                      &lt;/span&gt;&#xD;
                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                  &lt;/font&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/font&gt;&#xD;
                            &lt;/font&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;font&gt;&#xD;
                              &lt;font&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;font&gt;&#xD;
                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                      &lt;font&gt;&#xD;
                                        &lt;span&gt;&#xD;
                                          &lt;font&gt;&#xD;
                                            &lt;span&gt;&#xD;
                                              &lt;font&gt;&#xD;
                                                &lt;span&gt;&#xD;
                                                  &lt;font&gt;&#xD;
                                                    &lt;br/&gt;&#xD;
                                                    &lt;br/&gt;&#xD;
                                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                                      
                                   Was kommt, ist ungewiss. Diese Ungewissheit ruft Zukunftsängste und Verunsicherung hervor. Kulturtechniken können uns helfen, anders in die Zukunft zu blicken und so etwas wie Zukunftskompetenz zu entwickeln – einen konstruktiven Umgang mit Zukunft und ein hoffnungsvolles Bild von morgen zu entwickeln, empfiehlt Horx.
                                  &#xD;
                                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                                  &lt;/font&gt;&#xD;
                                                &lt;/span&gt;&#xD;
                                              &lt;/font&gt;&#xD;
                                            &lt;/span&gt;&#xD;
                                          &lt;/font&gt;&#xD;
                                        &lt;/span&gt;&#xD;
                                      &lt;/font&gt;&#xD;
                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                  &lt;/font&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/font&gt;&#xD;
                            &lt;/font&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;span&gt;&#xD;
                              &lt;font&gt;&#xD;
                                &lt;font&gt;&#xD;
                                  &lt;span&gt;&#xD;
                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                      &lt;font&gt;&#xD;
                                        &lt;font&gt;&#xD;
                                          &lt;span&gt;&#xD;
                                            &lt;font&gt;&#xD;
                                              &lt;span&gt;&#xD;
                                                &lt;font&gt;&#xD;
                                                  &lt;span&gt;&#xD;
                                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                                      &lt;br/&gt;&#xD;
                                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                                  &lt;/span&gt;&#xD;
                                                &lt;/font&gt;&#xD;
                                              &lt;/span&gt;&#xD;
                                            &lt;/font&gt;&#xD;
                                          &lt;/span&gt;&#xD;
                                        &lt;/font&gt;&#xD;
                                      &lt;/font&gt;&#xD;
                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                  &lt;/span&gt;&#xD;
                                &lt;/font&gt;&#xD;
                              &lt;/font&gt;&#xD;
                            &lt;/span&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;font&gt;&#xD;
                              &lt;font&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;font&gt;&#xD;
                                    &lt;font&gt;&#xD;
                                      &lt;font&gt;&#xD;
                                        &lt;span&gt;&#xD;
                                          &lt;font&gt;&#xD;
                                            &lt;span&gt;&#xD;
                                              &lt;font&gt;&#xD;
                                                &lt;span&gt;&#xD;
                                                &lt;/span&gt;&#xD;
                                              &lt;/font&gt;&#xD;
                                            &lt;/span&gt;&#xD;
                                          &lt;/font&gt;&#xD;
                                        &lt;/span&gt;&#xD;
                                      &lt;/font&gt;&#xD;
                                    &lt;/font&gt;&#xD;
                                  &lt;/font&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/font&gt;&#xD;
                            &lt;/font&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          
                     Wir leben in einer Zeit, in der es keine große gesellschaftliche Erzählung für die Zukunft mehr gibt. Um besser leben bzw. überleben zu können, müssen wir lernen, (neu oder anders) mit der Zukunft umzugehen, sagt Matthias Horx. Denn eigentlich fehlten uns überall Zukunftsbilder, die inspirieren, motivieren und Hoffnung machen – zumindest seien sie verstellt – in der Politik, in vielen Unternehmen, aber vor allem in der Gesellschaft.
                      &#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                          
                     Die Kulturgeschichte des Menschen verlaufe in Zyklen, es gebe Zeiten von Kohärenz und Fortschritt, in denen auch die Gesellschaft in einem ungefähren Gleichmaß ticke. Im Verlauf der Geschichte waren diese Phasen sehr unterschiedlich lang, so Horx. Aber irgendwann gebe es immer einen Kipp-Punkt, einen Bruch in der Komplexität des Systems. An so einem Punkt stünden wir gegenwärtig.
                      &#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          
                     Das seit der Aufklärung sehr mächtig gewordene Narrativ des Fortschritts breche gerade zusammen, weil es mit den alten Methoden nicht mehr weitergehe. Ökonomie und Ökologie passen nicht mehr zusammen. Unsere übersättigte und trotzdem nimmersatte Konsumgesellschaft ist Spiegel der Erwartungskrise, in der wir uns befänden.
                      &#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                          
                     Horks Diagnose: „Der Fortschritt ist unsicher geworden für uns alle und deshalb müssen wir ihn eigentlich neu erfinden. Das irritiert uns wahnsinnig, weil wir natürlich auch an Kontinuität interessiert sind. Wir wollen, dass es immer so weitergeht, dass das Bruttosozialprodukt immer weiter steigt. Aber so funktioniert die Welt eben nicht und wir müssen uns auf diese neuen Verhältnisse adaptieren. Das fällt uns schwer. … Wir sind noch dabei, gewissermaßen zu toben, dass es nicht mehr so weitergeht wie früher. Deswegen haben wir auch noch nicht den Raum Visionen zu entwickeln. Dazu muss erst mal die Akzeptanz her zu sagen, es ist so wie es ist. Dann entsteht Hoffnung und daraus leiten sich dann wieder Visionen ab.“ Horx empfiehlt, in einen Dialog mit der Zukunft zu treten – zu lernen mit Utopien oder mit Zukunftsvorstellungen konstruktiv umzugehen: „sich geistig ins Morgen zu versetzen.“ Dadurch werde Zukunft ermöglicht, äußere und innere. Die Kontaktaufnahme mit der inneren Zukunft sei sehr aufschlussreich – wie in einer Meditation können durch die Selbstbeobachtung Ängste, Projektionen, Hoffnungen und Wünsche wahrgenommen werden.
                      &#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                          
                     Horx zufolge könnten sich 50 % der Menschen eine Zukunft in 10 oder 20 Jahren absolut nicht vorstellen, weil sie durch das Internet und die Medien in einer Art rasend überreizten Gegenwart leben – der Möglichkeitsraum der Zukunft werde permanent zugebombt mit Reizen, Skandalen, Ängsten und Dingen, die wir gar nicht kontrollieren könnten, vor denen wir Angst haben müssen. Deswegen hätten wir eine mentale Zukunftskrise, weil die Menschen gar nicht mehr zur Ruhe kämen, „um sich ,durchzudenken´ in ihrem Verhältnis zur langen Zeit“ – in die Zukunft. 
                    &#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          &lt;font&gt;&#xD;
                            &lt;br/&gt;&#xD;
                          &lt;/font&gt;&#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          &lt;font&gt;&#xD;
                            
                      Alle direkten und indirekten Zitate stammen aus dem Gespräch mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx am 30.11.2024 im Deutschlandfunk Kultur: „Zukunftsforschung: die Kraft von Visionen.“
                     &#xD;
                          &lt;/font&gt;&#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 16:25:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/dialog-mit-der-zukunft-treten-die-kratd-von-visionen</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Gemeinwohl gestalten mit IMMOVIELIEN.</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/gemeinwohl-gestalten/immovielien</link>
      <description>IMMOVIELIEN: IMMOBILIEN VON VIELEN FÜR VIELE.

Warum der Markt und die Gesellschaft

dringend mehr Immovielien brauchen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gemeinwohl gestalten mit Immovielien.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/6255AD80-A5D0-4198-B888-8AA023B47A39_1_105_c.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           IMMOVIELIEN:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IMMOBILIEN VON VIELEN
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           FÜR VIELE.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum der Markt und die Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           dringend mehr Immovielien brauchen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        
                    Nicht das Gemeinwohl, sondern Profitorientierung bestimmen den Bausektor.
                   &#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;font&gt;&#xD;
                            
                      Der gesamte Stadtentwicklungssektor und das Bauwesen mit seinen Regelwerken ist auf gewinnorientierte Akteur*innen ausgerichtet.
                     &#xD;
                          &lt;/font&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung ist ein Gegenmodell zur profitorientierten Stadtproduktionspraxis. Explodierende Bodenpreise, die Privatisierung öffentlicher Liegenschaften, steigende Baukosten, hohe Immobilienpreise und geringe Eigenkapitalmittel sind große Herausforderungen für gemeinwohlorientierte Projektentwickler*innen. Für gemeinwohlorientierte Projektentwickler*innen fehlen passende Finanzierungs- und Förderinstrumente, Projekt- und Förderwelt passen nicht zusammen. Initiativen, die Immobilien gemeinwohlorientiert entwickeln und betreiben, haben oft auch Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Kommunen und Banken.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Der gesellschaftliche Mehrwert von Immovielien.
               &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Immovielien schaffen Räume für Kultur, Bildung, Sport, lokales Gewerbe, bezahlbares Wohnen und Arbeiten. Als lokale Selbsthilfemaßnahme reagieren sie vielfältig und flexibel auf Bedarfe, sichern gemeinwohlorientierte Nutzungen für die Nachbarschaft – mit gesellschaftlichem Mehrwert über das Projekt hinaus. Durch Erbbaurecht entziehen sie der Spekulation den Boden. Der Fokus auf soziales Miteinander und Abkehr von Gewinnorientierung stärkt inklusive Strukturen und das Gemeinwohl. Immovielien setzen auf das Gemeinwohl als Rendite. Mit inklusiven gemeinschaftlichen Angeboten strahlen sie in die Nachbarschaft aus. Sie fördern resiliente soziale Strukturen, ökonomische Unabhängigkeit und gesellschaftliches Engagement. Immovielien leisten Pionierarbeit im Quartier und schaffen mit den Potenzialen vor Ort neue Strukturen. Als Orte mit niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten für ein bedarfsorientiertes Engagement sind Immovielien Nuclei für gelebte lokale Demokratie.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        
                    D
                    &#xD;
                        &lt;font&gt;&#xD;
                          
                     as
                    &#xD;
                        &lt;/font&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    Netzwerk Immovielien
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    e.V.
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                ist ein gemeinnütziger Verein aus gemeinwohlorientierten Akteur*innen und Institutionen aus Zivilgesellschaft, Öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wohlfahrt und Wissenschaft. Mitglieder und Betreibende von Immovielien-Projekten sind im ganzen deutschsprachigen Raum vor Ort aktiv. Durch die Vernetzung von Immovielien-Akteuren, Bildungsformate für seine Mitglieder und Publikationen fördert das Netzwerk Immovielien die gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung. Es stellt Informationen zu koproduktiven Planungsprozessen und Projektentwicklung, gemeinschaftlichen Rechtsformen, geeigneten Finanzierungsmodellen und Förderinstrumenten bereit. Politische Forderungen für Veränderungen in Gesetzgebung, Verwaltung und Finanzwesen zielen auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Betrieb von Immovielien ab.
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  
                 Politische Forderungen:
                &#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    
                  1. Boden sichern!
                  &#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                    
                  2. Mehr Kooperation!
                   &#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                    
                  3. Gutes Geld!
                   &#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                    
                  4. Passendes Recht!
                  &#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                    
                  5. Andere Förderung!
                 &#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;a href="https://www.netzwerk-immovielien.de/forderungen/" target="_blank"&gt;&#xD;
                  
                 https://www.netzwerk-immovielien.de/forderungen/
                &#xD;
                &lt;/a&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Feb 2025 16:23:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/gemeinwohl-gestalten/immovielien</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Lebenswerte Stadt,Paradigmenwechsel,Koproduktion,Urbane Transformation,soziales Miteinander,Bestandsentwicklung,Immobilienentwicklung</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>ABRISS IST KEINE OPTION. Umgewandelte Kirchen als neue Orte der Gemeinschaft.</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/abriss-ist-keine-option-umgewandelte-kirchen-als-neue-orte-der-gemeinschaft</link>
      <description>Zunehmender Leerstand und drohende Abrisse: Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten leer stehen (Baukultur NRW e.V.). Ein Abriss dieser wertvollen Bauten ist nicht nur aus ökologischen Gründen auszuschliessen. Eine katholische Kirche in Stuttgart zeigt einen Transformationsprozess auf.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Kirche+St+Maria_frontal_ganz_FotoSP.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zunehmender Leerstand,
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           drohende Abrisse: 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten leer stehen (Baukultur NRW e.V.).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Abriss dieser wertvollen Bauten ist nicht nur aus ökologischen Gründen auszuschließen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Salon Populaire
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ABRISS IST KEINE OPTION.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Umgewandelte Kirchen als neue Orte der Gemeinschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Sakralbauten sind historisches baukulturelles Erbe. Oft gehören sie zu den ältesten Kulturgütern vor Ort, die als Denkmäler an städtebaulich markanten Positionen ortsbildprägend wirken. Meist sorgt der Denkmalschutz dafür, dass Kirchen nicht verändert werden dürfen und sie als stadträumliche und symbolische Identifikationsorte erhalten bleiben. Auch wenn die religiöse Nutzung obsolet geworden ist, werden entwidmete evangelische bzw. profanierte katholische Kirchen als Orte der Gemeinschaft stärker denn je gebraucht. Denn es herrscht ein Mangel an Orten für nicht kommerzielles soziales Miteinander, und bürgerschaftliches Engagement – in vielen Ortszentren stehen keine kostenfreien Räume als soziale Treffpunkte zur Verfügung. Aus der religiösen Nutzung gefallene Kirchen können hier Abhilfe schaffen. Allein durch ihre räumlichen Dimensionen und ihren Raumcharakter bergen Kirchenräume außerordentliche Potentiale für vielfältige gesellschaftliche Nutzungsformate.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            „Wir haben eine Kirche. Sie haben eine Idee?“
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             St. Maria als … macht eine katholische Kirche von 1879 zum Ort für Kooperation, Begegnung und gemeinsame Aktivität.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Als Gemeingüter sind Kirchen prädestinierte Möglichkeitsräume für gesellschaftliche Aneignung und könnten dadurch ihre gemeinschaftsstärkende Funktion neu beleben. Wie die gesellschaftliche Aneignung einer Kirche aussehen kann, macht
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die katholische Kirche St. Maria in der Stuttgarter Innenstadt vor. Und das sogar, obwohl die Kirche noch gar nicht profaniert ist. In einem von großen sozialen Spannungen geprägten Umfeld in der Stuttgarter Innenstadt wechseln sich dort liturgische und profane Aktivitäten ab. Immer noch werden drei Gottesdienste unterschiedlicher Glaubens-gemeinschaften pro Woche gefeiert.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Bereits 2017 begann ein Kirchenentwicklungsprozess der besonderen Art. Vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und Steuereinnahmen sowie anstehender Investitionen stellte sich die Kirche den Fragen nach den zukünftigen Aufgaben des Kirchenraums jenseits seiner religiösen Funktion und der Finanzierung anderer Nutzungen. Durch die Zusammenarbeit des Stuttgarter Vereins „Stadtlücken e.V.“ und die wissenschaftliche Begleitung katholischer Theologin*innen der Universität Tübingen wurde die Kirche für die Stadtgesellschaft geöffnet.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Die drei Punkte in „St. Maria als …“ stehen für die vielfältigen Möglichkeiten, Kirche anders zu denken und den Kirchenraum als Allmende zu verstehen, als nicht-kommerziellen Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Herkunft, Altersgruppen und sozialer Schichten Gemeinschaft erleben und Verantwortung übernehmen können. (Quelle: Salon Populaire)
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Unter dem Motto „Wir haben eine Kirche. Sie haben eine Idee?“ entwickeln Ania Corcilius und Romy Range, die beiden Kuratorinnen des Büros Salon Populaire, seit August 2023
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              die Kooperation mit Menschen und Institutionen der unmittelbaren Umgebung und rufen dazu, auf „St. Maria als …“ mitzugestalten.
               &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Spektrum der Wünsche und Umsetzung ist vielfältig (mehr Bilder:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.stmariaals.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            https://www.stmariaals.de/
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/240926_RescueDinnerFoto+Buergstiftung+Jan+Potente.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           St. Maria als … Rescue Dinner
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Foto © Bürgerstiftung Stuttgart/ Jan Potente, 2024)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Fotosommer_Stuttgart_Transformation_Vernissage_Freelens_St_Maria_Foto_Nico_Kurth_01.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           St. Maria als … Fotosommer_Stuttgart_Vernissage_Freelens
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Foto © Nico Kurth)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/ZOON+St.+Maria-+copyright+Oliver+Go-tting_s.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/18880036_10211086368567909_7061974258107744405_o.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           St. Maria als … Turnverein
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto © Stadtlücken e.V., 2017)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           St. Maria als … ZOON (
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto © Oliver Götting)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 28 Jan 2025 16:45:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/abriss-ist-keine-option-umgewandelte-kirchen-als-neue-orte-der-gemeinschaft</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kooperation,Partizipation,Kirchenumnutzung,Ort der Gemeinschaft,soziales Miteinander,Bestandsentwicklung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Kirche+St+Maria_frontal_ganz_FotoSP.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Kirche+St+Maria_frontal_ganz_FotoSP.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lebenswerte zukunftsfähige Großstadtquartiere brauchen ressortübergreifende Konzepte und sozialpolitische Steuerung</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/lebenswerte-zukunftsfaehige-grossstadtquartiere-brauchen-ressortuebergreifende-konzepte-und-sozialpolitische-steuerung</link>
      <description>Zukunftsfähige Mobilität, Verkehrsplanung, Stadt,- und Siedlungsentwicklung können nicht isoliert voneinander betrachtet und beplant werden. Wie und wo wir wohnen, arbeiten und unsere Freizeit verbringen und wie wir uns zwischen diesen Orten bewegen, bestimmt ganz wesentlich den Charakter der Räume dazwischen. Seit Jahrzehnten wird die Qualität öffentlicher Räume durch die Dominanz des Autos geprägt. Eine am Gemeinwohl und Nachhaltigkeitszielen orientierte Politik hätte die Mittel das zu verändern.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Zukunftsfähige Mobilität, Verkehrsplanung, Stadt,- und Siedlungsentwicklung müssen zusammen gedacht werden.
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                  
                 Wie und wo wir wohnen, arbeiten und unsere Freizeit verbringen und wie wir uns zwischen diesen Orten bewegen, bestimmt ganz wesentlich den Charakter der Räume dazwischen. Seit Jahrzehnten wird die Qualität öffentlicher Räume durch die Dominanz des Autos geprägt. Eine am Gemeinwohl und Nachhaltigkeitszielen orientierte Politik könnte das verändern.
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;b&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;font&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Zielkonflikte in der Stadtentwicklung
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/font&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/b&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;b&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/b&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  
                 .
                &#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
                
                In den letzten Jahrzehnten wurden dem ruhenden und fließenden Autoverkehr in den großen Städten immer mehr Flächen zugestanden – auf Kosten von anderen, dringend erforderlichen Nutzungen, die essenzielle menschliche Grundbedürfnisse erfüllen. Bezahlbares Wohnen, Grünflächen für Klimaanpassung und soziales Miteinander, Sport und Erholung stehen dabei oft in Konkurrenz um die Bodennutzung auf den wenigen bezahlbaren innerstädtischen Flächen.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  
                      Boden
                &#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
                
                ist ein nicht vermehrbares Gut, das deshalb vorrangig zum Wohle der Allgemeinheit genutzt werden sollte. Eine immer stärker marktorientierte Stadtentwicklung und die Spekulation mit städtischem Boden verschärfen die Flächenkonkurrenzen und sorgen dafür, dass vor allem gemeinwohlorientierte Nutzungen keine Räume mehr finden und verwertungsfreie öffentliche Räume unter Druck geraten. Dabei haben gerade diese, immer knapper werdenden Räume wichtige gesellschaftliche Funktionen. Sie ermöglichen sozialen Austausch und Begegnungen über Milieugrenzen hinweg und sind von großem Nutzen für Maßnahmen zur Klimaanpassung. Öffentliche Räume sind für alle zugängliche, demokratische Möglichkeitsräume – sie werden aber durch die Privilegierung des Autos in der Stadtplanung massiv eingeschränkt.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Autoraum versus Lebensraum.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              In Deutschland gibt es einen durch hohe Subventionen politisch geförderten „immer entfernungsintensiveren Lebensstil“ (Difu 2023) und bis 2023 zunehmende Autozulassungen. Immer bessere Straßen und Auto-Infrastrukturen (ver-)führen zum Zurücklegen immer größerer Entfernungen. Der Traum vom Eigenheim im Grünen kann so mit dem Arbeitsplatz an einem räumlich immer weiter entfernten Ort realisiert werden. Weil der Umweltverbund vor allem vom Land in die Stadt seit Jahrzehnten vernachlässigt wird, belastet zunehmender PKW-Pendlerverkehr den innerstädtischen Verkehr.       
               &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
                   Übergeordnete Stadtstraßen haben jegliche Aufenthaltsqualität verloren. Sie sind zu reinen Transitstrecken – zu exklusiven ,Autoräumen‘ geworden, die das Leben aus ihnen verdrängen. Menschen ohne Auto meiden diese Räume und wer kann, zieht um in gesundheitsverträglichere Quartiere. Aber auch kleinere Straßen in innerstädtischen Wohnquartieren sind durch Google Maps inzwischen als Ausweichroute vom Durchgangsverkehr betroffen.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    
                  Öffentliche Räume sollten in erster Linie dem Gemeinwohl dienen.
                 &#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
              
               Nicht nur der fließende, auch der ruhende innerstädtische Verkehr (Parken) ist sehr flächenintensiv. Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings haben in zahlreichen Quartieren der Bezirke Charlottenburg, Schöneberg, Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln ein privates Auto mehr Quadratmeter Parkfläche als ein Einwohner Grünfläche zur Verfügung. Dabei besteht ein eklatantes Missverhältnis zwischen den (im internationalen Vergleich) äußerst geringen Parkgebühren und dem gesellschaftlichen Wert dieser Flächen im Stadtraum.  
                &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
                    Daher ist die Veränderung des Systems für Parkgebühren und der kostenlosen Bereitstellung von Parkplätzen in Innenstädten ein Schlüssel für die Transformation urbaner Verkehrssysteme und der innerstädtischen Flächennutzung im Sinne des Gemeinwohls für die Allgemeinheit.Das Deutsche Institut für Urbanistik betrachtet die „Regulative Wirkung von Parkgebühren“ als Instrument, um die Dominanz des Autos zurückzudrängen, andere Nutzungen im Stadtraum zu erleichtern und andere Mobilitätsformen attraktiv zu machen. 
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
                    Darüber hinaus benachteiligt die politische Privilegierung der Automobilität gesellschaftliche Gruppen, die sich kein Auto leisten können. Der öffentliche Verkehr muss aber als Teil staatlicher Daseinsvorsorge Mobilität für alle garantieren, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die urbane Mobilitätswende ist eine zwingende Voraussetzung für zukunftsfähige, klimagerechte und lebenswerte Städte und kann nur durch hohe Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einen Leitbildwandel gelingen.
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
                 Erfahrungen in den Niederlanden und Holland zeigen, dass sichere und attraktive Rad- und Fußverkehrsinfrastrukturen die Menschen dazu ermutigen, ihre Mobilitätsgewohnheiten zu verändern. Dadurch werden Quartiere verkehrlich entlastet und im Hinblick auf Lebensqualität und Gesundheit aufgewertet. Die dafür bereit gestellten finanziellen Mittel übersteigen die in Deutschland zur Verfügung stehenden Ressourcen allerdings um ein Mehrfaches.
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                Eine auf Nachhaltigkeit beruhende Verkehrs-, Stadt- und Siedlungsplanung
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                basiert auf Verkehrsvermeidung und der Förderung des öffentlichen Verkehrs
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
              
               .
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                Verkehrsplanung muss daher integriert mit Raum- Siedlungs- und Freiraumplanung und der sozialen Gestaltung von Stadtquartieren konzipiert werden.
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                Grundsätzlich gilt für alle Baumaßnahmen – unabhängig davon, ob es sich um Siedlungs- oder Verkehrsflächen handelt – Boden sparen ist oberstes Gebot. Im Sinne des Klimaschutzes und der Klimaanpassung sollte auf Neuversiegelungen von Böden durch Baumaßnahmen bzw. Neubau verzichtet werden. Denn nur unversiegelte Böden können Wasser speichern und die Luft bei Hitze durch Verdunstung kühlen, und tragen als Grünflächen mit Bäumen zur Abkühlung der Stadt um 5 bis 10 Grad bei.
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                     Deshalb sollten nur bereits versiegelte Böden überbaut werden. Wo immer möglich, müssen Parkplätze und andere Flächen entsiegelt werden, um innerstädtisch Lebensraum für Menschen und als Maßnahme zur Klimaanpassung zu schaffen. Durch Aufstockung von eingeschossigen Bauten, Supermärkten, Dachgeschoßausbau und die Überbauung von Parkplätzen können enorme Bauflächen zum Wohnen und andere gemeinwohlorientierte Nutzungen gewonnen werden. Dafür können auf Bodenniveau Freiflächen für lebenswerte, gesundheitsfördernde und klimagerechte Quartiere gewonnen werden. Darüber hinaus gibt es ein unausgeschöpftes Flächenpotenzial durch Umbau und Umnutzung sowie den sogenannten unsichtbaren Wohnraum, den Daniel Fuhrhop in seiner Dissertation benannt hat. Zusammen genommen ergeben sich Flächen, die jeglichen Neubau im klassischen Sinn überflüssig machen – ein Thema für einen eigenständigen Beitrag
                &#xD;
                &lt;i&gt;&#xD;
                  
                 .
                &#xD;
                &lt;/i&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Oct 2024 10:33:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/lebenswerte-zukunftsfaehige-grossstadtquartiere-brauchen-ressortuebergreifende-konzepte-und-sozialpolitische-steuerung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Lebenswerte Stadt,Paradigmenwechsel,Mobilität,Stadtverkehr,Stadtumbau,Urbane Transformation,Verkehrswende</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Wie viel öffentlichen Stadtraum wollen wir als Gesellschaft der Privilegierung einer Mobilitätsform in Zukunft gewähren?</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/das-transformative-potential-der-verkehrswende</link>
      <description>Die Verkehrswende schafft viel Raum für Menschen in der Stadt.

Verkehr und öffentliche Flächen in urbanen Räumen müssen restrukturiert werden, wenn Großstädte zukunftsfähig werden sollen. Ein Paradigmenwechsel von der autozentrierten zur menschenzentrierten Stadtentwicklung ist die Grundlage für lebenswerte, gesundheitsfördernde und klimagerechte Quartiere. Die Verkehrs- und Mobilitätswende ist ein umfassender städtischer Transformationsprozess, der tiefgreifende gesellschaftliche Fragen aufwirft.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Seit der Nachkriegszeit ist Stadtplanung auf die Automobilität ausgerichtet.
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            
              Stark befahrene Straßen wurden zu öden Transiträumen degradiert. Hohe Umweltbelastungen durch Abgase, Feinstaub und Lärm gefährden auch die Anwohnenden in angrenzenden Wohnquartieren. Das Leben zieht sich aus diesen Straßenräumen zurück, der öffentliche Raum wird vernachlässigt und gerät in eine Abwärtsspirale.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dabei sind öffentliche Räume das wichtigste Gemeingut großer Städte. Historisch betrachtet, waren Straßenräume seit den ersten Stadtgründungen vor allem Handelsorte, Orte gesellschaftlicher Begegnung, sozialer Aktivitäten und auch der Konflikte. Orte für zwangloses Treffen und soziales Miteinander fehlen besonders den Menschen, die auf geringen Flächen leben, oder von Vereinsamung betroffen sind. Zunehmender innerstädtischer Verwertungsdruck lässt diese Räume schwinden. Anhaltender Zuzug in die großen Städte und attraktiven Mittelstädte erfordern neben immer mehr Flächen für Verkehr, auch solche für Wohnen, Grün und Erholung. Die Straßenverkehrsordnung hat bisher den fließenden Verkehr gegenüber dem Gesundheits- und Klimaschutz oder städtebaulichen Aspekten bevorzugt und damit die Automobilität privilegiert.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was gesellschaftlich verloren geht, wenn öffentliche Räume schwinden, entzieht sich einer breiten gesellschaftlichen Wahrnehmung. Öffentliche Räume sind urdemokratische Möglichkeitsräume für alle gesellschaftliche Gruppen. Sie sind die Basis für gesellschaftliche Interaktion, politische, wirtschaftliche und soziale Aktivitäten. Als niedrigschwellige Orte lokaldemokratischer Aushandlung ermöglichen sie gemeinwesenorientierte Nutzungen und wirken dabei gesellschaftlicher Spaltung und Vereinsamung entgegen. Es sind Räume, wo sich alle Personen – jenseits von race, class und gender – ohne Konsumzwang treffen, aufhalten, aktiv sein und sich dabei sicher und wohl fühlen können sollten. Mit oder ohne Verkehrsmittel. Deshalb ist es wichtig, dass diese elementaren räumlichen Bausteine unserer Gemeinwesen einladend und attraktiv zum Aufenthalt und zur Interaktion gestaltet sind. Durch die Privilegierung des Autos in Verkehrspolitik und Stadtplanung werden die sozialräumlichen Potentiale öffentlicher Räume aber massiv beschnitten.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Das Auto ist der T
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                o
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                d der Stadt.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                Darüber waren sich schon die Stadtplaner der 20er Jahre bewusst.
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Als Reaktion auf die dicht bebauten, krankmachenden Quartiere der Gründerzeit, träumten Stadtplaner nach dem ersten Weltkrieg von weiten aufgelockerten und gegliederten Stadtlandschaften, die vom fahrenden Auto aus erlebt werden konnten. Die wirtschaftliche Not nach dem Ersten Weltkrieg und die Zäsur des Zweiten Weltkriegs verzögerten die Entwicklung und den gesellschaftlichen Aufstieg der Automobilität. Aber schon die Nazis verfolgten in den dreißiger Jahren die Idee des Volks-Autos als Massentransportmittel und legten die verkehrsrechtlichen Grundlagen dafür (u.a. die Reichsgaragenverordnung, die Erlaubnis zum Abstellen von Privatfahrzeugen im öffentlichen Raum, die Stellplatznachweispflicht), die bis heute fortbestehen. Auf der Ebene der Planung legte die Charta von Athen 1933 mit dem Leitbild der funktionsgetrennten Stadt die theoretischen Grundlagen für die autozentrierte Stadt. Bis in die fünfziger Jahre dominierten aber noch Fußgänger:innen und Radfahrer:innen die deutschen Straßen. Erst die Massenmotorisierung durch den Wirtschaftsaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg, steigende Unfallzahlen und die Priorisierung des Autoverkehrs in der Stadtplanung vertrieben das städtische Alltagsleben von der Straße.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Unter dem Motto ,freie Fahrt für freie Bürger‘ wurde Automobilität massiv politisch und finanziell gefördert. Nach der Zäsur des Krieges versprach das Auto Freiheit, kompensierte gesellschaftliche Enttäuschung und Verunsicherung. Ermöglicht durch das Wirtschaftswunder, konsolidierte sich in der BRD der Traum vom Einfamilienhaus im Grünen. Länger werdende Distanzen zwischen Wohn,- Freizeit,- und Arbeitsort konnten durch den massiven Autobahnausbau in Westdeutschland immer schneller zurückgelegt werden. Der Raum verlor an Bedeutung. Die Straße wurde zum Transitraum für den motorisierten Individualverkehr.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                TABULA RASA: Wunsch nach politischem und städtebaulichem Neuanfang nach dem Krieg.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Der Nachkriegswiederaufbau ordnete alle Mobilitätsformen der Automobilität unter. Für den Bau der Stadtautobahnen und deren Zubringer wurden in den kriegszerstörten deutschen Städten enorme Flächen in Anspruch genommen. Nicht nur zerstörte Quartiere wurden für die neuen Autobahnen und Schnellstraßen überbaut, auch intakte historische Stadtstrukturen, Plätze und Quartiere wurden zerschnitten und sozialräumlich durch Verkehrsschneisen zerstört (in Westberlin bspw der Rathenauplatz, Breitenbachplatz, Heidelberger Platz, Bundesplatz). Man spricht von der zweifachen Zerstörung der Städte – erst durch den Krieg, dann durch den autozentrierten Stadtumbau. Gründerzeitliche Architekturen und Stadtstrukturen des späten 19. Jahrhunderts galten als rückwärtsgewandt und baulich-politischer Ausdruck der Kaiserzeit, die in der Gestalt der Stadt überwunden werden sollte. Der politische Neuanfang fand seine Entsprechung in einer städtebaulichen Neuordnung. Die Kriegszerstörungen stellten eine Chance dar, mit dem Konzept der funktionsgetrennten Stadt (Charta von Athen von 1933) an die Vorkriegszeit anzuknüpfen und nach dem „Leitbild der autogerechten Stadt“ umzugestalten.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nach zwei Jahrzehnten Stadtumbau setzte in den siebziger Jahren ein breites gesellschaftliches Umdenken ein. Aufkommende gesellschaftliche Sehnsucht nach geschichtlicher Verwurzelung, neue Wertschätzung für die Qualitäten der Stadt des 19. Jahrhunderts und die zu Tage tretenden städtebaulichen Defizite der modernen funktionsgetrennten Stadt veränderten die gesellschaftliche Bewertung des städtebaulichen Erbes. Das Engagement von Bürgerinitiativen verhinderte, dass die Stadtzerstörungen für die autozentrierte Stadt in gleicher Konsequenz fortgesetzt wurde. So wurde bspw die Überbauung des Oranienplatzes in Berlin durch ein Autobahnkreuz verhindert.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                
                Bisher kaum wahrnehmbar Leitbildwandel In Deutschland.
               &#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Trotz der zeitweisen Zurückdrängung des Stadtautobahnbaus seit den 1970er Jahren hat die Automobilität in den letzten Jahrzehnten unser Leben immer stärker durchdrungen und bestimmt. Inzwischen sind die Auswirkungen dieser autodominierten Lebensweise überdeutlich. Das gesellschaftliche Zusammenleben, die menschliche und die planetare Gesundheit sind dadurch bedroht – auch wenn die Zusammenhänge gern ausgeblendet werden. Gegenmodelle für eine andere Leitbilder der Stadtentwicklung, bspw die Stadt der kurzen Wege‘ gibt es schon seit Jahrzehnten, konnten sich aber nicht durchsetzen. Dennoch hat die nationale Stadtentwicklungspolitik mit der Leipzig Charta von 2007 und der Hervorhebung der Bedeutung des Gemeinwohls in der Stadtentwicklung in der Neuen Leipzig Charta von 2020 zumindest auf der theoretischen Ebene eine Richtungsänderung vollzogen. Die Neue Leipzig Charta wie auch das Konzept der 15-Minuten-Stadt räumen dem Fuß- und Radverkehr wie auch dem Umweltverbund deutlichen Vorrang vor der Automobilität ein. Abgesehen von der modellhaften Umsetzung in einzelnen Kommunen und geförderten Reallaborprojekten in Kooperation mit Zivilgesellschaft, lässt die breite praktische Umsetzung auf Stadtebene noch auf sich warten. Pfadabhängigkeiten und gesellschaftliche Behaarungskräfte verhindern einen grundlegenden Wandel im Städtebau.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Während in Barcelona, Wien, Paris und weiteren Städten die Politik den Transformationsprozess anstößt, kommen in Deutschland die Impulse fast immer aus der Bevölkerung. Dem Vorbild der Superblocks aus Barcelona folgend, findet auch in Deutschland das Modell der Kiezblocks immer mehr zivilgesellschaftliche Befürworter, die sich in Initiativen zusammenschließen und Anträge auf Umwandlung eines Wohnquartiers in die kommunalen Parlamente einbringen. Dabei geht es nicht nur um Verkehrsberuhigung und Sperrung eines Wohnblocks für den Durchgangsverkehr, sondern ganz konkret auch um die Rückgewinnung des Raumes für menschliches Leben. Durch Umwandlung von Parkplätzen und anderen versiegelten Flächen entstehen begrünte Flächen zur Klimaanpassung und menschenzentrierte, gesundheitsfördernde, sichere Räume für Fuß- und Radverkehr, für soziales Miteinander, Sport, Spiel, und Gastronomie. Trotz enormer Steigerung der Lebensqualität im Quartier und obwohl alle Gebäude weiterhin mit dem Auto, für Notdienste, Anlieferung, Ver- und Entsorgungsfahrzeuge erreichbar bleiben, sind nicht alle Anwohnenden bereit, dafür auf Parkplätze zu verzichten. Temporäre Umgestaltungen ermöglichen aber neue Raumerlebnisse und bewirken, dass aus Zögerern und Gegnern oftmals Befürworter werden.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      
                   Jede tem
                  &#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;font&gt;&#xD;
                      
                   porär oder dauerhaft autofrei umgewandelte Straße macht erlebbar, wie viel Lebensraum Autos einnehmen.
                  &#xD;
                    &lt;/font&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Verkehrsberuhigte und begrünte öffentliche Räume sind gesundheits- und gemeinschaftsfördernd, stärken die soziale Nachhaltigkeit, ökologische Resilienz und demokratische Kultur. Klimaangepasste und vom Verkehr befreite Wohnblocks und Quartiere befördern sowohl die planetare als auch die menschliche Gesundheit und Sicherheit. Geringere Belastungen durch Verkehrsemissionen (v.a. Feinstaub, Stickoxide), Lärm und Hitze fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Aufenthaltsqualität und Lebenszufriedenheit der Menschen vor Ort. Sogar die Wirtschaft profitiert im Hinblick auf die Anwerbung von Fachkräften von attraktiven und lebenswerten öffentlichen Stadträumen und Wohnquartieren. Dort sind auch steigende Kundenfrequenzen und Umsätze im Einzelhandel zu verzeichnen – auch durch wegfallende Parkplätze, wie eine Studie des Bundesministeriums für Verkehr und Digitalisierung belegt.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Die Verkehrsemissionen sind in den letzten 25 Jahren kaum gesunken. Das Einhalten der Klimaziele bedeutet für den Verkehrssektor eine Reduktion des Autoverkehrs um 25-33 % (Deutsches Institut für Urbanistik). An den Umweltverbund angeschlossene und am menschlichen Maßstab ausgerichtete städtische Wohnquartiere können dafür sorgen, dass vor allem Familien sich gegen ein Wohnen im suburbanen Raum entscheiden und damit immer mehr Pendelverkehr verhindert wird.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Für die Mobilitätswende mit einem umweltfreundlichen multimodalen und sozialgerechten Mobilitätsangebot müssen die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen grundsätzlich transformiert werden. Die Niederlande und Dänemark zeigen, dass das Angebot sicherer und attraktiver Verkehrsinfrastrukturen die Menschen zum Umstieg bewegt – dies setzt allerdings den verkehrspolitischen Willen dazu und die entsprechende finanzielle Unterfütterung voraus.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Und: Ohne ein Ende der autozentrierten, verkehrserzeugenden Stadt- und Siedlungsplanung ist die Mobilitätswende auch nicht zu schaffen. Neue Wohngebiete brauchen zuallererst eine gute Anbindung an den Umweltverbund. Bestehende Wohngebiete können durch Kiezblocks und andere transformative Instrumente und Konzepte in klimaangepasste und gleichzeitig lebenswerte, gesundheitsfördernde und menschenzentrierte Quartiere umgewandelt werden. Kiez- und Superblocks (sowie andere transformative Interventionen im öffentlichen Raum, bspw. Taktiler Urbanismus) sind effektive Instrumente der Verkehrsberuhigung und gesellschaftlicher Stadtgestaltung, die im Reallabor noch weiter erprobt und skaliert werden müssen, um in der Breite Wirkung zu erzielen.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  
                 Ohne Anreize steigt aber niemand aus dem Auto
                &#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
                
                .
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Es braucht Anreize für eine weniger entfernungsintensive Lebensweise, einen attraktiven, funktionierenden öffentlichen Verkehr und einen Privilegien- und Subventionsabbau für Automobilität (zB. Dienstwagenprivileg, Pendlerpauschale, zu billiges und kostenloses Parken, Diesel-Subventionierung). Um Menschen zur Veränderung ihres Mobilitätsverhaltens zu bewegen, müssen städtische Wohnquartiere menschenzentriert, grün und qualitätvoll gestaltet werden und gut öffentlich angebunden, damit das Auto als die schlechtere Wahl betrachtet wird. Darüber hinaus muss eine Nahversorgung im Sinne der Stadt der kurzen Wege möglich sein.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Verhaltensveränderungen brauchen eine Motivation – Vorreiter und Pionierprojekte, die Machbarkeit aufzeigen und Lust auf Veränderung wecken. Die Erprobung von Kiezblöcken und Konzepten wie die „15-Minuten-Stadt“ motivieren, gesellschaftliche Leitbilder und Vorstellungen zu hinterfragen und den Wandel als Chance zu begreifen. Dennoch brauchen diese umfassenden Transformationsprozesse viel Zeit und diskursive Räume mit professioneller Moderation. Ein gesellschaftlicher Dialog ist erforderlich – auch über zukunftsfähiges (städtisches) Leben in Zeiten des Klimawandels.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Vor allem internationale Beispiele städtischer Verkehrstransformation machen die Potenziale der Verkehrswende sichtbar: von der Umnutzung einzelner Parkplätze und Fahrspuren für den motorisierten Verkehr und der Restrukturierung von Quartieren bis zum Autobahn-Rückbau. Rückgebaute Stadtautobahnen bergen ein enormes Potential, vor allem für stark verdichtete metropolitane Räume – in Seoul wurden in den letzten 20 Jahren 15 Freeways erfolgreich in Parks und menschenzentrierte Räume umgewandelt. Auch in anderen Teilen der Welt setzt der Wandel ein – 30 US-Städte diskutieren über den Rückbau von Stadtautobahnen, Portland und Rochester haben bereits erfolgreich rückgebaut.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Nur in Berlin wird weiter über den Rückbau obsoleter Stadtautobahnabschnitte diskutiert und sogar neue geplant und gebaut.
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
               FAZIT
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
               Die Privilegierung einer Mobilitätsform ist gesellschaftlich nicht mehr tragbar. Transformationsprozesse brauchen aber Visionen, Anreize, Zeit, Raum und Ressourcen: Gesellschaftliche Debatten, personelle und finanzielle Ressourcen für Experimente, Prozessgestaltung und Umsetzung – und vor allem den politischen Willen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Privilegierung der Automobilität unterstützen, zu verändern und Pfadabhängigkeiten zu überwinden. Die Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, der Berücksichtigung von Klima- und Gesundheitsbelangen, weist in die richtige Richtung.
               &#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                 
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Jul 2024 16:39:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/das-transformative-potential-der-verkehrswende</guid>
      <g-custom:tags type="string">Paradigmenwechsel,Superblocks,Stadtumbau,Urbane Transformation,Verkehrswende,Gesunde Stadt,Gemeinwohl,Lebenswerte Stadt,Mobilität,Zielkonflikte in der Stadt,Stadtverkehr,Öffentliche Räume,Modal Split,Flächengerechtigkeit,autogerechte Stadt,Umnutzung öffentlicher Räume,Zukunftsfähige Stadtentwicklung,Klimaanpassung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_7823.jpeg">
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>IHK-Kongress für Stadtentwicklung „Weltmetropole. Berlin leben und gestalten“ am 10. Juni 2024 – Keynote Prof. Carlos Moreno, Paris</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/kopie-ihk-kongress-fuer-stadtentwicklung-weltmetropole-berlin-leben-und-gestalten-am-10-juni-2024-keynote-prof-carlos-moreno-paris</link>
      <description>Prof. Carlos Moreno verwies in seiner Keynote auf den Zusammenhang zwischen Klimanotstand und weltweiter autozentrierter Stadtentwicklung – Folgen der
Massenautomobilisierung (Henry Ford, 1913) und der siedlungsräumlichen Trennung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, und Freizeit (Charta von Athen, 1933).
Die funktionstrennte Stadt führte weltweit zur Vorherrschaft des Autos über das Leben in den Städten und zur Autoabhängigkeit, so Moreno.
Nicht nur die Strukturen der Städte, auch die der Wirtschaft wurden vom Auto dominiert: 
„We shaped our cities for cars, our business models based on cars and the economy for cars.“</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0719.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           The Power of Proximity
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Prof. Carlos Moreno, Paris
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 10. Juni fand in Berlin der
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           IHK-Kongress für Stadtentwicklung „Weltmetropole. Berlin leben
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           und gestalten“ statt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Prof. Carlos Moreno verwies in seiner Keynote auf den Zusammenhang zwischen Klimanotstand und weltweiter autozentrierter Stadtentwicklung – Folgen der Massenautomobilisierung (Henry Ford, 1913) und der siedlungsräumlichen Trennung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, und Freizeit (Charta von Athen, 1933). Die funktionstrennte Stadt führte weltweit zur Vorherrschaft des Autos über das Leben in den Städten und zur Autoabhängigkeit, so Moreno.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nicht nur die Strukturen der Städte, auch die der Wirtschaft wurden vom Auto dominiert:
             &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              „We shaped our cities for cars, our business models based on cars and the economy for cars.“
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              “What kind of city do we want to live in?”
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
            fragte Moreno in den Raum. Dem Modell der autozentrierten Stadt mit weiten Pendelwegen und Stau – „Leben und Arbeiten unter konstantem Stress“ – stellte er das ,Konzept der 15 Minuten Stadt‘ gegenüber. Vor dem Hintergrund der sozial-ökologischen Herausforderungen hat das in der Stadtplanung als ,Stadt der kurzen Wege‘ bekannte Konzept durch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und ihren Berater Professor Carlos Moreno neue Aufmerksamkeit erlangt.  ,Die 15 Minuten Stadt‘ reagiert auf ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen in einer krisenhaften Welt: Funktionsgemischte, inklusive, fußläufige Strukturen, sowie alle lebensnotwendigen Dinge des täglichen Lebens, öffentliches Grün und ÖPNV in kurzer Distanz zueinander, weisen den Weg in eine andere urbane Zukunft.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 25 Jun 2024 16:42:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/kopie-ihk-kongress-fuer-stadtentwicklung-weltmetropole-berlin-leben-und-gestalten-am-10-juni-2024-keynote-prof-carlos-moreno-paris</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Lebenswerte Stadt,Paradigmenwechsel,Mobilität,Stadtverkehr,Stadtumbau,Urbane Transformation,Verkehrswende,15-Minuten-Stadt</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Impulsvortrag IHK-Kongress für Stadtentwicklung „Weltmetropole. Berlin leben und gestalten“ am 10. Juni 2024</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/das-transformative-potenzial-der-verkehrswende</link>
      <description>Verkehr und öffentliche Flächen in urbanen Räumen müssen neu konzipiert werden, wenn Großstädte zukunftsfähig – lebenswert, gesundheitsfördernd und klimagerecht – werden sollen. Ein Paradigmenwechsel von der auto- zur menschenzentrierten Stadt ist unerlässlich.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Transformative
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Potenzial der Verkehrswende
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Impulsvortrag –
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kongress für Stadtentwicklung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Weltmetropole. Berlin leben
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           und gestalten“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IHK Berlin am 10. Juni 2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thesenpapier zum Impulsvortrag "Das transformative Potenzial der Verkehrswende" in der Session "Car(e)free City: Eine realistische Vision?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Verkehr und öffentliche Flächen in urbanen Räumen müssen neu konzipiert werden, wenn Großstädte zukunftsfähig – lebenswert, gesundheitsfördernd und klimagerecht – werden sollen. Ein Paradigmenwechsel von der auto- zur menschenzentrierten Stadt ist unerlässlich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Öffentliche Räume sind das wichtigste Gemeingut von Städten – sie sind knapper denn je und von großer Bedeutung für die Klimaanpassung und gemeinwohlorientierte Nutzungen.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Öffentliche Räume sind die Basis für gesellschaftliche Begegnung und Interaktion, politische, wirtschaftliche und soziale Aktivitäten. Verkehrsberuhigte und begrünte öffentliche Räume sind gemeinschaftsfördernd, stärken soziale Nachhaltigkeit, Resilienz und demokratische Kultur.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Jede temporär oder dauerhaft autofrei umgewandelte Straße macht erlebbar, wie viel Raum zum Leben dadurch entsteht und wie viel Lebensraum Autos einnehmen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            → Kiez- und Superblocks sowie andere Interventionen im öffentlichen Raum sind effektive Instrumente der Verkehrsberuhigung und gesellschaftlicher Stadtgestaltung – für eine Skalierung sind weitere Experimente und Reallabore sind erforderlich.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            → Vor allem internationale Beispiele städtischer Verkehrstransformationen machen die Potenziale der Verkehrswende sichtbar: von der Umnutzung einzelner Parkplätze und Fahrspuren für den motorisierten Verkehr und der Restrukturierung von Quartieren bis zum Autobahn-Rückbau.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            → Rückgebaute Schnellstraßen und Stadtautobahnen bergen ein enormes Potential, vor allem für stark verdichtete metropolitane Räume – in Seoul werden seit 20 Jahren Freeways erfolgreich in Parks und menschenzentrierte Räume umgewandelt.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Klimaangepasste und vom Verkehr befreite Wohnblocks und Quartiere befördern sowohl die planetare als auch die menschliche Gesundheit und Sicherheit. Geringere Belastungen durch Verkehrsemissionen (v.a. Feinstaub, Stickoxide), Lärm und Hitze fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Aufenthaltsqualität und Lebenszufriedenheit der Menschen vor Ort. Auch die Wirtschaft profitiert von attraktiven und lebenswerten öffentlichen Stadträumen und
            &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wohnquartieren durch steigende Kundenfrequenz und Umsätze im Einzelhandel – auch durch wegfallenden Parkplätze
             &#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              (Studie BMVD).
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Resümee
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Privilegierung einer Mobilitätsform ist gesellschaftlich nicht mehr tragbar.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Transformationsprozesse brauchen aber Anreize, Zeit, Raum und Ressourcen:
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          gesellschaftliche Debatten, personelle und finanzielle Ressourcen für Experimentierräume,
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Prozessgestaltung und Umsetzung – und vor allem den politischen Willen, die rechtlichen
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Rahmenbedingungen, die die Privilegierung der Automobilität unterstützen, zu verändern
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          und Pfadabhängigkeiten zu überwinden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was ist zu tun?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Für die Mobilitätswende mit einem umweltfreundlichen multimodalen und sozialgerechtem Mobilitätsangebot müssen die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen grundsätzlich transformiert werden.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Ohne ein Ende der autozentrierten verkehrserzeugenden Stadt- und Siedlungsplanung ist die Mobilitätswende nicht zu schaffen. Neue Wohngebiete brauchen zuallererst eine gute Anbindung an das ÖV-Netz. Auch das Einhalten der Klimaziele bedingt eine Reduktion des Autoverkehrs um 25-33 % (Deutsches Institut für Urbanistik).
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Verhaltensveränderungen brauchen eine Motivation – Vorreiter und Pionierprojekte, die Machbarkeit aufzeigen und Lust zur Veränderung wecken. Inspirierende Zukunftsstadt-Bilder, Realutopien, neue Narrative und Konzepte wie die „15-Minuten-Stadt“ oder die „Lebenswerte und gesunde Stadt“, die motivieren, gesellschaftliche Leitbilder und Vorstellungen zu hinterfragen und den Wandel als Chance zu begreifen.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Die Mobilitätswende braucht diskursive Räume mit professioneller Moderation – ein gesellschaftlicher Dialog ist erforderlich – auch über zukunftsfähiges Leben, erstrebenswerte Wohn- und Lebensmodelle. Dafür müssen städtische Wohnquartiere menschenzentriert, grün und qualitätvoll gestaltet werden – autofrei und gut öffentlich angebunden.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             ...Ohne attraktiven, funktionierenden öffentlichen Verkehr und Subventionsabbau für Automobilität 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             steigt aber niemand aus dem Auto!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 14:58:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/das-transformative-potenzial-der-verkehrswende</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gemeinwohl,Lebenswerte Stadt,Paradigmenwechsel,Mobilität,Stadtverkehr,Stadtumbau,Urbane Transformation,Verkehrswende,15-Minuten-Stadt</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/2024-06-10-Kongress-WeltmetropoleBerlin-GVS-31-1eda00e9.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Von Kaufhäusern, die reich machen</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/von-kaufhaeusern-die-reich-machen</link>
      <description>Kreative Zwischennutzung oder gar Umnutzung von leer stehenden Kaufhäusern ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. Das Quartier wird durch neue, oft gemeinwohlorientierte Nutzungen belebt – die Zivilgesellschaft profitiert, der Leerstand genutzt.
Der "Kreativplanet" JUPITER, die größte kreativwirtschaftliche Zwischennutzung in Deutschland, ist so ein Ort.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0487.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           VON KAUFHÄUSERN, DIE REICH MACHEN
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kreative Zwischennutzung oder gar
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Umnutzung von leer stehenden Kaufhäusern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Quartier wird durch neue, oft gemeinwohlorientierte Nutzungen belebt –
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die Zivilgesellschaft profitiert,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Leerstand genutzt. Der "Kreativplanet"
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            JUPITER, die größte kreativwirtschaftliche
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischennutzung in Deutschland, ist so ein Ort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h1&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             So anders kann ein altes Kaufhaus ausstrahlen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Mitten in der Hamburger City, in der Mönkebergstraße, gegenüber vom Hauptbahnhof gelegen, verweist das großformatige Banner hinter der Glasfassade schon von draußen auf die neue Ausrichtung der Bespielung: "Jupiter, das einzige Kaufhaus, das dich reicher macht."
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Gefördert von der Hamburger Kreativ Gesellschaft, Deutschlands größter städtischer Kreativwirtschaftsförderung, führt JUPITER vor, dass mit Kreativität vieles geht und dass Innenstadt auch ohne Hyper-Konsum lebendig sein kann.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Drinnen wartet ein bunter Nutzungsmix vom Erdgeschoss bis zur Dachterrasse, die tolle Blicke auf das Quartier ermöglicht. Abgesehen vom Erdgeschoss mit Café und zwar nachhaltig ausgerichteten, aber eher hochpreisigen Design Shops, gibt es eine niedrigschwellige innovative Nutzungsausrichtung. Kunst, Mode &amp;amp; Circular Economy, Open Spaces, Festivals, Ausstellungen, sowie eine Kinder-Etage und eine Etage für Bar, Kultur und Musik, dazu ein Rooftop mit vielfältigen Sitzgelegenheiten – alles kostenlos und ohne ohne Konsumzwang. Die Angebote reichen von kuratierter Kunst, Graffitti und Urban Art Ausstellung, einem Pop-up Circular Hub, einem Open Lab, einem Upcycling Fashion Store mit Atelier, einem Cirular Economy Office und Räumen für Workshops für Jugendliche und gesellschaftlichen Austausch, bis zum urbanen Wohnzimmer, wo es auch Second Hand Waren gegen Spenden gibt.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Mehr über Jupiter:
            &#xD;
        &lt;a href="https://www.jupiter.hamburg/" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             https://www.jupiter.hamburg/
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.jupiter.hamburg/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0496.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0539.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0523.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0515.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 May 2024 14:38:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/von-kaufhaeusern-die-reich-machen</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0487.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_0487-c5b563cc-2460c8ab.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>NACHLESE – Podiumsgespräch  „Architektonische Rekonstruktionen“  am 26.Februar in der Akademie der Künste, Berlin</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/nachlese-podiumsgespraech-architektonische-rekonstruktionen-am-26-februar-in-der-akademie-der-kuenste-berlin</link>
      <description>„Das Schloss demokratisieren, bespielen, … den Ort der Stadt zurück geben“, forderte Aleida Assmann beim Podiumsgespräch am 26. Februar in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin. 
Anlässlich der Präsentation des neuen Buches von Philipp Oswalt „Bauen am nationalen Haus. Architektur als Identitätspolitik“, wurde wieder einmal deutlich, wie sehr das Thema architektonische Rekonstruktion in der historischen Mitte in der Fachöffentlichkeit immer wieder zu kontroversen Debatten führt.
(Foto: Antje Bruno)</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn über die historische Mitte Berlins und das Schloss gesprochen wird, ist es fast unvermeidlich, die ungelöste Frage der Schinkelschen Bauakademie (1836 erbaut, 1962 abgerissen) anzusprechen. Um die Art und Weise des 1990 vom Bundestag beschlossenen Neubaus der Bauakademie wird seit Jahrzehnten in Fachwelt und Politik gestritten. Symbolische Bauten wie das Schloss und die Bauakademie haben durch ihre repräsentative Bedeutung eine große gesellschaftspolitische Relevanz. Ich habe mich lange mit dem Diskurs über die Bauakademie und ihrer Bedeutung beschäftigt und dazu eine Masterarbeit an der TU Berlin verfasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit die Bundesstiftung Bauakademie gegründet wurde und ihre Agenda vorgestellt hat, hat der Diskurs um den abwesenden Schinkelbau wieder an Fahrt aufgenommen. Die baulich-physische Zukunft der Bauakademie und ihre Rolle sind noch nicht ausdefiniert und bergen großen Chancen – gerade an ihrem historischen Standort gegenüber dem Stadtschloss als historischem städtebaulichen Gegenüber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schloss ist gebaut. Aleida Assmann, als Wissenschaftlerin und Expertin für nationale Gedenkkultur, warf die Frage auf: „Wen repräsentiert dieser Bau?“. Eine wichtige Frage, die für das rekonstruierte Berliner Stadtschloss nie beantwortet wurde. Bei der Bauakademie sollte rechtzeitig darum gerungen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Videoaufzeichnung der Veranstaltung:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://lernort-garnisonkirche.de/architekturrekonstruktionen-bauen-am-nationalen-haus/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://lernort-garnisonkirche.de/architekturrekonstruktionen-bauen-am-nationalen-haus/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 05 Mar 2024 18:00:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/nachlese-podiumsgespraech-architektonische-rekonstruktionen-am-26-februar-in-der-akademie-der-kuenste-berlin</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Immovielien – Immobilien von Vielen für Viele – zivilgesellschaftliche Antwort auf aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/immovielien–zivilgesellschaftliche-antwort-auf-aktuelle-herausforderungen-der-stadtentwicklung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2024-10-22+um+10.14.13.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Impulsvortrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Immovielien – zivilgesellschaftliche Antwort auf aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Rahmen der wissenschaftlichen Konferenz "Lokale und regionale Ökonomie &amp;amp; Commoning. Bestandsaufnahmen und Perspektiven lokaler und gemeinschaftlicher Entwicklung seitens der Wissenschaft"
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Immovielien – Korrektiv zur profitorientierten Immobilienentwicklung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung, besonders die nicht-kommerzielle Immobilienentwicklung innerhalb eines ansonsten spekulativen Marktes, steht vor großen Herausforderungen. Denn gleich mehrere Aspekte wirken ihr entgegen: die Gewinnmaximierung im Immobiliensektor v.a. seit der Finanzkrise, die damit verbundenen Kapitalmarkteinflüsse auf das kommunale Handeln ab den 1990er Jahren, die Privatisierung öffentlicher Liegenschaften oder der Mangel an verfügbaren bezahlbaren Flächen. Dazu kommt ein erschwerter Zugang zu Flächen durch das Planungsrecht, zudem fehlen passende Finanzierungen und Förderinstrumente. Die schwierige Zusammenarbeit mit Kommunen, bürokratische Strukturen, die fehlende Anerkennung für Stadtmacher*innen kommen erschwerend hinzu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Immovielien: Immobilien von Vielen für Viele
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem gewinnorientierten Immobiliensektor etwas entgegenzusetzen ist das Ziel des gemeinnützigen Netzwerks Immovielien e.V.. Das Netzwerk ist eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft mit aktuell über 280 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum. Durch politische Forderungen und kooperative Prozesse wollen sie die Immobilien- und Quartiersentwicklung stärker am Gemeinwohl orientieren. Ihr Ziel ist es, bessere Rahmenbedingungen für eine gemeinwohlorientierte und nachhaltige Immobilien- und Stadtentwicklung zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immovielien, die von Vielen für Viele bedürfnisorientiert, selbstorganisiert, inklusiv, gemeinwohlorientiert entwickelt werden, sind eine zivilgesellschaftliche Antwort auf die Herausforderungen einer marktorientierten Stadtentwicklung. Im besten Fall können Immovielien den Boden, auf dem sie stehen oder den sie nutzen, dauerhaft der Spekulation entziehen, z.B. durch Erbbaurecht. Sie werden von gemeinwohlorientierten Akteur*innen und Institutionen gemeinschaftlich entwickelt, genutzt oder betrieben und durch koproduktive Planungsprozesse, gemeinschaftliche Rechtsformen und oft solidarische Finanzierungsstrukturen ermöglicht. Statt Gewinnmaximierung geht es um den Nutz- und Gebrauchswert – das Gemeinwohl im Quartier ist die Rendite. Immovielien stellen damit ein Korrektiv zur marktorientierten Stadtentwicklung dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr über Immovielien:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.denkraumstadt.de/gemeinwohl-gestalten/immovielien" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr Informationen zu den Konferenz-Inhalten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.schader-stiftung.de/fileadmin/user_upload/Konferenz_Lokale_OEkonomie___Commons.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 20:30:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/immovielien–zivilgesellschaftliche-antwort-auf-aktuelle-herausforderungen-der-stadtentwicklung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kooperation,Gemeinwohl,Partizipation,Ort der Gemeinschaft,Gemeinwohl als Rendite,Koproduktion,soziales Miteinander,gesellschaftlicher Mehrwert,lokale Demokratie,Immobilienentwicklung,Zukunftsfähige Stadtentwicklung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2024-10-22+um+10.14.13.png">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Zukunft ist gerade nicht zu sehen</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/februar-2023-in-berlin</link>
      <description>„Die Zukunft ist gerade nicht zu sehen“ [1] könnte das Fazit zum Bauakademie-Symposium am 10. Februar in der Berliner Bertelsmann Repräsentanz lauten. In der Veranstaltung wurden vielfältige Haltungen der Referent*innen zum Umgang mit dem verlorenen Bauerbe der Schinkelschen Bauakademie und der Leerstelle in der historischen Stadtmitte gegenüber dem Schlossnachbau geäußert. Im Hintergrund standen Fragen nach der architektur- und kunstgeschichtlichen Bedeutung der 1836 von Karl Friedrich Schinkel errichteten Bauakademie und deren heutigem Verständnis – auch bezüglich der Anforderungen an das Bauen im 21. Jahrhundert und die Frage, woran denn in Schinkels Namen angeschlossen werden soll und was am Schinkelplatz entstehen soll.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Die Zukunft ist gerade nicht zu sehen“ 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [1]
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            könnte das Fazit zum Bauakademie-Symposium am 10. Februar in der Berliner Bertelsmann Repräsentanz lauten. In der Veranstaltung wurden vielfältige Haltungen der Referent*innen zum Umgang mit dem verlorenen Bauerbe der Schinkelschen Bauakademie und der Leerstelle in der historischen Stadtmitte gegenüber dem Schlossnachbau geäußert. Im Hintergrund standen Fragen nach der architektur- und kunstgeschichtlichen Bedeutung der 1836 von Karl Friedrich Schinkel errichteten Bauakademie und deren heutigem Verständnis – auch bezüglich der Anforderungen an das Bauen im 21. Jahrhundert und die Frage, woran denn in Schinkels Namen angeschlossen werden soll und was am Schinkelplatz entstehen soll. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist es der physische Bau als originalgetreue historische Rekonstruktion mit dem an einen der bedeutendsten deutschen Architekten erinnert werden soll? Oder geht es eher um den „Geist Schinkels“ –  seine Innovationskraft, an die im Sinne der anstehenden Aufgaben der Bundesstiftung Bauakademie ein Demonstrationsprojekt für die Zukunft des Bauens angeschlossen werden könnte?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit mehr als 30 Jahren fordern verschiedenste Akteure die „Wiedererrichtung“ der 1962 abgerissenen Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel. Im gemeinsamen Ausschuss Bund-Berlin erfolgte 1995 der politische Beschluss dafür, 2016 gab der Bund die Mittel dafür frei. Waren es in der Vergangenheit vor allem die Positionen pro und contra im Hinblick auf eine originalgetreue Rekonstruktion, die den Diskurs bestimmt haben [2],    ist in letzter Zeit eine erneute Dynamisierung der Debatten zu verzeichnen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Denn die Bundesstiftung Bauakademie strebt ein Gebäude mit Programmatik und Kohärenz an: „Die Bundesstiftung Bauakademie ist als Bauherrin und Nutzerin der Bauakademie einer ganzheitlichen, nachhaltigen Planung und Bauweise verpflichtet. Im Sinne Schinkels wird diese Zukunftsgewandtheit am neuen Gebäude der Bauakademie auch ablesbar sein.“ [3]  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Ergebnisse und Prozess entgleiten zurzeit wie ein nasser Fisch“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             resümierte Dr. Hans-Dieter Nägelke
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Leiter des Architekturmuseums der TU Berlin und Beauftragter der Präsidentin der TU für die Neue Bauakademie), der in seinem Impuls „Eine kurze Geschichte einer langen Debatte“ die Diskursgeschichte des projektierten Schinkelneubaus seit der deutschen Wiedervereinigung in groben Zügen referierte. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei betonte Nägelke die Robustheit des Bauwerks und die Flexibilität der Grundrissgestaltung während der Nutzungsgeschichte. Es handele sich um eine in die Zukunft weisende Angelegenheit – die DNA der Institution Bauakademie müsse in die neue Institution überführt werden. Er sehe die Bauakademie ein „gebautes Manifest in einer disruptiven Zeitenwende“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Die Bauakademie als Katalysator der Transformation in Bauwesen und Stadtentwicklung 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             – nachhaltig, ganzheitlich, innovativ
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Achim Wollschläger
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Beauftragter Bau bei der Bundesstiftung Bauakademie) verwies auf die Ausgangslage, mit der die Stiftung konfrontiert ist. Der Planungs- und Bausektor stehe im Hinblick auf die Klimaziele unter sehr hohem Transformationsdruck und gleichzeitig sei die Wertschöpfungskette stark fragmentiert und wenig innovativ. Nachhaltigkeitsinnovationen in Prozess, Produkt und Betrieb seien notwendig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Karl Friedrich Schinkel stehe als Ausgangs- und Bezugspunkt für Innovationen im Kontext der Zeit, die Bauakademie werde als „positiv besetzter Ort im Herzen Berlins“ gesehen. Die Bundesstiftung will kluge Köpfe für interdisziplinäre Arbeitsformate zusammenbringen, der Stiftungsauftrag sehe keine reine Baustiftung vor, so Wollschläger. Abgeleitet davon ergäben sich die Ziele und Werte der Stiftung: Die Verbreitung von nachhaltigen Innovationen, Wissen für die gesamte Wertschöpfungskette des Bauwesens zugänglich machen, Vernetzung von Akteur*innen, Förderung nachhaltigkeitsorientierter Bildung und Begeisterung für zukunftsorientiertes Bauen für die jungen Generationen. Dabei pflege die Institution einen „respektvollen Umgang mit den historischen Wurzeln der Bauakademie und verdeutliche deren Bedeutung für die Zukunft des Bauens.“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vier inhaltliche Themenschwerpunkte stehen auf der Agenda der Bundesstiftung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Kooperationspartnern will die Stiftung eine Plattform zur Stärkung der gesellschaftlichen, technischen und kulturellen Innovationskraft des Bauens bilden, die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur auf den Gebieten des Bauwesens, der Stadtentwicklung, des Wohnens und der Baukultur vorantreiben sowie die Schaffung einer zentralen „Dialogplattform auf nationaler Ebene mit internationaler Ausstrahlung“ –  als „Ort der Reflexion, Produktion und Präsentation ein Abbild der Vielfalt und Visionen des Bauwesens, der Stadtentwicklung, des Wohnens und der Baukultur“ realisieren. Das 1,5° Ziel des Bundes sei bindend für den Neubau, ebenso der Bebauungsplan I-208 und der Programmwettbewerb von 2018, führte Wollschläger aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Vorgesehen ist ein Reallaborprozess
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Vision für das Gebäude, das als Katalysator der Transformation in Bauwesen und Stadtentwicklung fungieren soll, sieht für die Planung und Realisierung der Bauakademie ein Reallabor vor, „welches eine räumlich-bauliche Demonstration der Ziele und Werte der Bundesstiftung Bauakademie erlaubt“, erläuterte Wollschläger. Kein Museum, sondern eine Plattform mit vielfältigen Anforderungen, ein konsequent offenes Haus mit Vernetzung im Stadtraum und Vorbildfunktion im Hinblick auf den Anspruch an zirkuläres Bauen. Werkstattcharakter, Wandelbarkeit und Nutzungsflexibilität gelten als Voraussetzungen für die Kernnutzungen: Diskutieren/ Treffen, Ausstellen, Experimentieren, Wissensvermittlung und konzertiertes Arbeiten/ Reflektieren. Ergänzt werden sollen sie durch Nutzungseinheiten für Verwaltung und Betrieb, Retail und Gastro sowie weiteren Add-ons.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Abschließend betonte Wollschläger das Prozesshafte im Vorgehen der Stiftung. Nach den Bürgerwerkstätten und der Arbeit mit dem Think Tank Wettbewerb laufen derzeit Abstimmungen auf Bezirks,- und Senatsebene und der Architektenkammer. Es gebe noch kein konkretes Datum für den Wettbewerb, die Grundlagen müssten fundiert erarbeitet werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Tradition und Erneuerung waren für Schinkel keine Widersprüche“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Prof. Dr. Fritz Neumeyer
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (ehm. Fachgebiet für Architekturtheorie der TU Berlin) fokussierte in seinem Vortrag „Karl Friedrich Schinkel. A universal man“ auf den Topos des genialen Architekten und bezeichnete sein Werk wegen der produktiven Fülle und Wirkmächtigkeit als „europäisches Phänomen“. Als zeitlebens „Suchender und Findender“ erforschte Schinkel die konstruktiven Neuerungen der Zeit und deren Möglichkeiten, experimentierte mit neuen Materialien und lotete den „Spielraum des Möglichen“ aus, referierte Neumeyer. Die ganze Palette der Architektur sei sein Arbeitsspektrum gewesen – die städtebauliche und architektonische Modernisierung Berlins sein Ziel, besonders die architektonische Neuordnung der historischen Stadtmitte, für die Schinkel 1826 mit dem Alten Museum den Schlüsselbau schuf. Als Architekt sei er in der Geschichte verwurzelt und offen für das Neue gewesen, auch als Konsequenz aus den Möglichkeiten des industrialisierten Bauens, die er in Manchester vorfand. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Tradition und Erneuerung waren für Schinkel aber keine Widersprüche“, führte Neumeyer aus, aber „das barocke Berlin rief seinen Widerwillen hervor“. Schinkel stehe für Fortschritt auf der Basis von kultureller Verantwortung, die Bauakademie sei ein Manifest für sein Verständnis von Baukunst und mit Blick auf die feudale Umgebung die Verkörperung einer neuen Architekturauffassung. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Abschließend äußerte Neumeyer Kritik daran, der Wettbewerbsjury die Entscheidung für einen „Wiederaufbau der Bauakademie mit Bescheidenheitsmaxime“ zu überlassen – Schinkel sozusagen auf ein „architektonisches Existenzminimum zu reduzieren“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Die historische Stadtmitte Berlins wird ein Zukunftsort
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Ephraim Gothe
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management im Bezirksamt Mitte von Berlin) präsentierte die Planungen für die Berliner Mitte mit 30 neuen Projekten rund um die Bauakademie als Zukunftsort. Gothe verwies auf die Leitthemen im aktuellen Stadtentwicklungs-Diskus: Energiewende, Klimaanpassung, Mobilitätswende, leistbarer Wohnungsbau, Nutzung grauer Energie statt Abriss und Neubau, Gemeinwohlorientierung sowie soziale und kulturelle Infrastruktur. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Themen in den Projekten zu bearbeiten erfordere „Fortschrittsgeist“. Auch der Neubau der Bauakademie müsse „im Geiste Schinkels“ erfolgen – das in früheren Debatten vor allem von politischer Seite ausgegebene Motto.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Es geht nicht um irgendeinen Schinkel-Popanz des 21. Jahrhunderts “
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Prof. Dr. Peter Stephan
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Architekturtheorie und Geschichte der Architekturtheorie, Fachhochschule Potsdam) zielte mit seinem Vortrag „Im Geiste Schinkels. Die Bauakademie als Inkunabel der Moderne“ erklärtermaßen darauf ab, die Argumentationskette der Rekonstruktionsgegner zu widerlegen. Schinkels Geist werde „als Folie missbraucht“, wenn man sein historisches Vermächtnis dem Zeitgeist anpassen wolle. In fünf Thesen führte Stephan aus, was unter Schinkels Geist und dessen Verständnis von Moderne zu verstehen sei:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erstens sei der „Geist Schinkels“ ein wichtiges Stichwort, jedoch nicht identisch mit dem, was viele unter dem „Schinkel des 21. Jahrhunderts“ subsumierten. Zweitens sei die Bauakademie zwar eine „Inkunabel der Moderne“ – aber nicht so, wie gemeinhin angenommen werde. Denn drittens, verstand Schinkel unter „Moderne“ etwas ganz Anderes als das 20. und 21. Jahrhundert – die Bauakademie sei eine Inkunabel der evolutionären, nicht der revolutionären Moderne. Und viertens begriff Schinkel das Erschaffen von Neuem nicht als eine völlige Abkehr vom Alten. Stephan zufolge war Schinkel kein „Anhänger des Bruchs der Hermeneutik“, Tradition galt ihm als Ressource für Innovation. Sein Ansinnen sei gewesen, bestehende Strukturen aufzugreifen und weiterzuführen, dem Stadtraum Neues hinzuzufügen ohne das Vorhandene auszuradieren. Fünftens, resümierte Stephan, sei die Rekonstruktion der Bauakademie sehr wohl mit seinem Geist vereinbar – sie bringe ihn sogar wieder und bewahre ihn erlebbar. Es gehe dabei um „Werk-Gerechtigkeit“ und nicht um irgendeinen „Schinkel-Popanz des 21. Jahrhunderts“ oder ein „ahistorisches Hybrid“. Für den Neubau der Bauakademie gebe es nur zwei Wege: einen völligen Verzicht auf Schinkels Bau oder die Würdigung seines Bauerbes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Dem Bauen der Zukunft einen Ort geben“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Julia Dalhaus
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Architektin und Vorsitzende des BDA Berlin) sprach sich in ihrem Vortrag „Für die Baukultur – wider den Kleinmut“ dafür aus, mit der Bauakademie dem Bauen der Zukunft einen Ort zu geben. Sie kritisierte die Vorgehensweise der Senatsverwaltung, die eine Gestaltungsverordnung für die Bauakademie auf den Weg gebracht hatte, noch bevor der Think Tank Wettbewerb seine Arbeit beendet hatte. Die Verordnung stünde im Widerspruch zur Aufgabe. Eine bloße Rekonstruktion der Fassaden käme einer Banalisierung von Schinkel gleich – denn Fassaden seien Ausdruck der inneren Gebäudestruktur. Das sei, im Sinne der Nachhaltigkeit, auf die Gegenwart zu übertragen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als konzeptionelles Vorbild für ein entwurfliches Vorgehen nannte sie die Neuen Meisterhäuser des Büros Bruno Fioretti Marquez. Als Negativbeispiel führte auch Frau Dalhaus das benachbarte Schloss an, bei dem es keine Kohärenz von Fassade und Inhalt gebe, dazu ein Ausstellungskonzept mit fragwürdigem Inhalt. Sie bilanzierte, die Wiederherstellung der Identität der historischen Mitte sei nicht geglückt. Für die Wettbewerbsausschreibung forderte sie geklärte Zielsetzungen und im Sinne der Baukunst „keine eierlegende Wollmilchsau“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Wie wenig ist genug? Wie viele Bedürfnisse muss die Bauakademie eigentlich erfüllen?“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Prof. Elisabeth Endres
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Leiterin des Instituts für Bauklimatik und Energie der Architektur, TU Braunschweig) eröffnete ihren Vortrag mit dem Titel „Energie- und Ressourceneffizienz –  Herausforderung oder Chance für die Baukultur“ mit einem Zitat von Luigi Snozzi: „Architektur entsteht aus wahren Bedürfnissen, sie geht aber weiter als diese: Willst du sie entdecken, betrachte die Ruinen.“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit des klimaangepassten Bauens und mit Fokus auf die Zielkonflikte und Komplexität der bautechnischen Anforderungen kritisierte sie die „Übertechnisierung“ der Gebäude: „Warum bauen wir so viel Technik ein?...Wir denken, das zu brauchen!“. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frau Endres verwies auf den schwierigen Abwägungsprozess bei der Auswahl unterschiedlicher Materialien in Bezug auf deren Haltbarkeit, Energieverbrauch, Reparaturfähigkeit und Treibhausgasemissionen. In der Gesamtbetrachtung und in diesem Spannungsfeld entstehe Architektur. Als Beispiel für einen transformativen Ansatz bzw. ein Bürogebäude mit nachhaltigem Gebäudekonzept verwies Endres auf einen 2021 fertiggestellten Bau von Steidle Architekten im Hamburger Elbbrückenquartier. https://www.steidle-architekten.de/nc/projekte/details/114/
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oft entstehe Transformation aber auch aus einem Mangel heraus, wie der Wiederaufbau der teilzerstörten Alten Pinakothek in München (Leo Klenze 1836) durch Hans Döllgast 1957. https://www.architekturmuseum.de/wp-content/uploads/2019/10/2017-student-project-Nachkriegsarchitektur-Lella.pdf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Blick auf den anstehenden Neubau der Schinkelschen Bauschule stellte sie abschließend die Frage: „Wie wenig ist eigentlich genug? Wie viele Bedürfnisse muss die Bauakademie eigentlich erfüllen?“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Die Bauakademie als Reallabor des zukünftigen Bauens“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Prof. Dipl.-Ing. Eike Roswag-Klinge
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Leiter Natural Building Lab, TU Berlin) ist Initiator des offenen Briefes Think-Tank Berliner Bauakademie an Bundesministerin Geywitz.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             (https://www.bda-bund.de/2023/02/offener-brief-think-tank-berliner-bauakademie-breites-buendnis-ermutigt-zu-einem-offenen-wettbewerb/)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf die Satzung der Bundesstiftung Bauakademie verweisend, hatten die Unterzeichner des Briefes gefordert, das Gebäude solle ein „Demonstrationsprojekt für Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit in Bauwesen und Stadtentwicklung werden, an die Innovationskraft Schinkels anknüpfen und auf Schinkels Fundamenten ein Gebäude (wieder-)errichten, das innovativ nach Lösungen in Zeiten der Klima- und Ressourcenkrise sucht“. Ob es lediglich um die nachgebaute Kopie eines unwiederbringlich verlorenen Originals gehe oder um die Wiederrichtung der Bauakademie als eine richtungweisende Institution in ihrer Zeit, war die zentrale Frage im Brief an die Bundesministerin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Umweltbundesamt: Wir müssen aus allen Denkmodellen aussteigen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf Basis seiner Forschung im Natural Building Lab der TU stellte Roswag-Klinge in seinem Vortrag „Die Bauakademie als Reallabor des zukünftigen Bauens“ die kaum zu überwindende Diskrepanz zwischen der Erfordernis einer sofortigen Wende zum klimagerechten Bauen und der aktuellen Baupraxis dar. Die planetaren Grenzen entsprechend müssten wir 2030 bereits klimagerecht bauen. Laut Umweltbundesamt müssten wir aus allen Denkmodellen aussteigen, wenn wir die erforderliche Einsparung von 60% Rohstoffen einhalten wollten. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/190215_uba_fachbrosch_rtd_bf.pdf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um das zu erreichen, müssen Forst- und Landwirtschaft mit Bauen gekoppelt werden und eine Kreislaufwirtschaft etabliert werden, die alle Bereiche des Lebens einschließt. Europa sei weitestgehend gebaut, der Neubau müsse gestoppt und der Bestand transformiert werden. Und zwar mit LowTech und robustem Bauen, mahnte Roswag-Klinge – die Lebenszykluskosten müssten betrachtet werden. Die Erstellung von Low Tech-Gebäuden sei zwar teuer, aber über den gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu konventioneller Bauweise deutlich billiger. Zum Beispiel das im Rahmen des Konzeptverfahrens Schöneberger Linse entstandene Neue Gründerhaus in der Berliner Gotenstraße entspräche diesen Anforderungen – mit Holzkern,- (Aufzug) und Holzskelett sowie einer klimaaktiven Gebäudehülle. https://www.zrs.berlin/de/project/neues-gruenderhaus-gotenstrasse/
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sein zusammenfassendes Resümee lautete:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Um in planetaren Grenzen zu bauen, muss das Bauwesen in den 20er und 30er Jahren des 21. Jahrhunderts transformiert werden:
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            - Lenkung aller Aktivitäten auf den Bestand und dessen Transformation
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            - Siedlungsräume gemeinwesenorientiert umgebauen und begrünen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Wohn,- (und Nutzflächen)- Reduktion von 50 auf 40 qm/ Person in Deutschland
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Nachwachsende, kreislaufgerechte Ressourcen (weiter-)nutzen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Umweltfolgewirkungen verpreisen; Ressourcensteuer auch für Abbruch und Rückbau
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Reallabor Bauen stärker fördern – Experimentierraum für Sprunginnovationen (10% Innovationsanteil)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Transdisziplinäre Planungs- und Baukultur etablieren – Wandel mit der Gesellschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Die Bauakademie als Musterbau“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Dr. Ing. Christian Müller
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            (Geschäftsführender Gesellschafter Ingenieurbüro für Tragwerksplanung cmib) forderte in seinem Impuls „Die Bauakademie als Musterbau“ ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden „ideologischen Diskussionen“. Eine originalgetreue und vollständige Rekonstruktion des Schinkelbaus sei kein ingenieurstechnisches Problem, erläuterte Müller. Zudem habe Schinkel die Bauakademie als ausgesprochen wirtschaftlichen Bau, unverputzt und mit schlanken Dimensionierung konzipiert, „nachhaltiger geht nicht!“, erläuterte er in seinem Statement. Es gäbe sogar genügend Ziegelsteine zur Wiederverwendung, die massiven Ziegelaußenwände könnten mit Geothermie beheizt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber es seien Zweifel in Hinblick auf Abbruch- und Neubauprozesse an diesem Ort in der historischen Mitte zurückgeblieben. Mit Verweis auf die Beliebtheit von Altbauten plädierte Müller dafür, man müsse vom Humboldtforum lernen, „der Anachronismus des Schlosses mit historischer Fassade und innen Stahlbeton ist nicht gelöst“. Auch die von Müller befragte künstliche Intelligenz chatGPT lieferte zwar sachliche Argumente für pro und contra, blieb aber eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob „Schinkels Bauakademie in Berlin rekonstruiert und wieder aufgebaut werden (soll) oder nicht“, schuldig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Hier entscheidet sich nicht die Bauwende, mit der die Welt gerettet wird.“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Prof. Dr. Wolfgang Sonne (Geschichte und Theorie der Architektur an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurswesen, TU Dortmund) fokussierte in seinem Vortrag „Langlebigkeit und Kreislauf. Die Bauakademie im Spannungsfeld der Diskussion um nachhaltiges Bauen“ auf die kulturelle Nachhaltigkeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lebenszyklus sei ein metaphorischer Begriff, führte Wolfgang Sonne in das Thema ein. Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit könnten in der Architektur auf Materialität, Konstruktion, Funktion und Semantik bezogen werden. Kreislaufwirtschaft sei gegenüber Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit als nachrangig zu betrachten – „Cradle to cradle is only the second best“ konstatierte Sonne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unter diesem Blickwinkel sprach er sich für den Vorrang der kulturellen Nachhaltigkeit im Diskurs aus – für die kulturelle Wertschätzung der Bauakademie und deren Bedeutung für die Stadtgeschichte. Ihre Ästhetik sei zeitlos, ihre Schönheit weise über Generationen hinaus und ob man denn „keine neuen Gedanken in alten Gebäuden“ entwickeln könne, hinterfragte er. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit mit Blick auf die CO2-Bilanz seien zwar für die Masse der Bauten relevant, nicht für einen besonderen Bau wie die Bauakademie, so Sonne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Er resümierte: 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Hier entscheidet sich nicht die Bauwende, mit der die Welt gerettet wird.“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der kulturellen Bedeutung des Bauwerks für die Stadtgeschichte sprach sich Wolfgang Sonne für eine historische Rekonstruktion aus und schloss mit der Bemerkung, es gehe um das „Produkt Schinkels, nicht um die Institution“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zitat in Anlehnung an Hartmut Rosa in der Dezemberausgabe 2022 des Magazin Futurzwei in einem Artikel über Veränderungen, Unsicherheiten und Aggression.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Juni 1991 hatten die Landesdenkmalpfleger der Bundesrepublik Deutschland auf Basis der Charta von Venedig eine Stellungnahme erlassen, die einen Nachbau verlorener Bauten als Geschichtsfälschung definiert. Die in Venedig 1964 verabschiedete Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Bauwerken ist für die moderne Denkmalpflege grundlegend. Auf Grundlage der zentralen Forderung nach Authentizität von Bauwerken in Form von überlieferter materieller Substanz lehnt diese historisierende oder simulierende Rekonstruktionen ab. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gründungsdirektor Guido Spars in der Pressemitteilung vom 19. Oktober 2022
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Mar 2023 17:37:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/februar-2023-in-berlin</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Umbau zum neuen Leitbild machen – neuer Baukulturbericht 2022/23</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/umbau-zum-neuen-leitbild-machen-neuer-baukulturbericht-2022-23</link>
      <description>„Umbau zum neuen Leitbild machen“  
Am 8. November 2022 – dem Tag der Umbaukultur – präsentierte die Bundesstiftung Baukultur im umgebauten Stadtbad Oderberger Straße in Berlin den neuen Baukultur Bericht „Neue Umbaukultur“ für 2022/23. 
 
Die Forderungen der Bundesstiftung Baukultur:
#Innenstädte für Nutzungsvielfalt und Flexibilität umplanen!
#Klimaanpassung mit Umbaukultur umsetzen! 
#Belastbare Infrastrukturen entwickelt werden! 
#Rahmenbedingungen anpassen! 
#Verantwortung der öffentlichen Hand wahrnehmen! 
#Phase Null und Phase Zehn ins Zentrum stellen!
(Foto: Antje Bruno)</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/BSTBK.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           „Wir brauchen eine neue Kultur des Umbauens“ forderte Klara Geywitz in ihrer Eröffnungsrede
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon im September diesen Jahres hatte Klara Geywitz, (Bundesministerin Wohnen Stadtentwicklung und Bauwesen) auf dem Ettersburger Gespräch der Bundesstiftung Baukultur die Position der Bundesregierung zum klimaneutralen und ressourcenschonenden Bauen vorgestellt: „Wenn wir klimaverträglicher neu bauen und besser umbauen, wird das zu einem Gewinn für die Gesellschaft, die Planenden, die Bauwirtschaft und die Baukultur. So gesehen stehen wir am Beginn der Zukunft.“ (Strategiepapier „Bauen am Beginn der Zukunft“ vom  9. September 2022)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anknüpfend an diese zukunftsorientierte Haltung verwies die Ministerin auf drei wichtige gesellschaftliche Aufgaben und Chancen des Umbauens. Durch Umbauen könne bezahlbarer Wohnraum in den Innenstädten geschaffen werden. Sie verwies beispielhaft auf die Genossenschaft Gröninger Hof, die in Hamburgs Altstadt ein altes Parkhaus in Räume für Wohnen, Kultur und Bildung, Kleingewerbe, Gastronomie und Co-Working umwandelt. Klimaschutz gehe sehr gut mit dem Bestand, führte Geywitz aus und verwies auf digitale Bauprozesse und serielles Sanieren, um die Klima-Quote für das Bauwesen zu erfüllen. Umbaukultur sorge zudem für lebendige Städte und Gemeinden und verhindere Donut-Entwicklungen. Auf dem Land gelte es leerstehende Objekte durch kommunale Umwandlung zu reaktivieren. Damit Umbauprozesse besser berücksichtigt werden können, wird die HOAI gerade novelliert. Abschließend forderte Geywitz bei Entscheidungsprozessen solle der Fokus auf der Analyse der Lebenszyklusbetrachtung von Bauteilen liegen, um die Kreislaufwirtschaft und -gesellschaft zu fördern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Wieso müssen Umbauprojekte Neubaustandards erfüllen, wo sie doch schon 50 Jahre funktionieren?“ 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reiner Nagel forderte einen erweiterten Erhaltungsschutz beim Umbauen 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Umbau zum neuen Leitbild machen“ lautete die Antwort von Reiner Nagel, Vorstand der Bundesstiftung Baukultur, auf die selbst gestellte Frage, wie wir die Herausforderungen des Transformationsprozesses im Bauwesen bewältigen wollen. Vielfältig nutzbare Orte, eine belastbare Infrastruktur und attraktive, klimagerechte Lebensräume müssten vorrangige Ziele kommender Planungen sein, so Nagel in seiner Vorstellung des neuen Berichts. In unseren Städten, Orten und Landschaften müssten bestehende Qualitäten erkannt und als Ausgangspunkt und Inspiration zur Weiterentwicklung nutzbar gemacht werden, führte er aus. Dazu bedürfe es einer Neuausrichtung der Strukturen. Nach Jahrzehnten der Fokussierung auf den Neubau gelte es, bestehende Strukturen und Regelwerke aufzubrechen und im Sinne einer Umbaukultur neu auszurichten. Umfangreicher Anpassungsbedarf bestehe bei den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen genauso wie bei eingeübten Abläufen in der Verwaltung und der Baubranche. Umbaukultur bedeute nicht nur suffizient, effizient und gleichzeitig schön zu bauen. Nagel zufolge ist sie auch ein Schlüssel den Flächenverbrauch durch Neubau und Versiegelung zu senken – 14,7% sind Siedlungsfläche in Deutschland. Daher müsse die Innenentwicklung intensiver genutzt werden. Dadurch könnten laut einer BBSR-Studie u.a. 2 Mio. Wohnungen realisiert werden. „Den Bestand intelligent weiterbauen“, lautete daher sein Fazit – denn "scheinbar billig ist im Nachhinein teuer". Dabei stellte Nagel die Frage in den Raum warum Umbauprojekte Neubaustandards erfüllen müssten, wo sie doch schon seit 50 Jahren funktionieren – und schloss die Forderung nach einem erweiterten Erhaltungsschutz beim Umbauen an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Wir liegen in Deutschland zwar an der Spitze beim Materialverbrauch im Wohnungsbau, nicht aber beim Glücksindex...!“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            resümierte Florian Nagler in seinem Vortrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit seinem Impuls "Ästhetik des Einfachen" plädierte Florian Nagler für mehr Suffizienz im Sinne von ,weniger ist mehr’. Anhand von eigenen Projekten, eigener theoretischer und praktischer Forschung untermauerte er seine Forderung nach weniger Gebäudetechnik. Sie erfordere oft jahrelanges Monitoring, viel Ressourcen und funktioniere oft nicht. Bei seinem Bericht von den drei Forschungshäusern in Bad Aibling wurde die gesamte Technik sichtbar installiert. Im Vergleich der drei unterschiedlich ausgeführten Gebäude (Holz, Ziegel, Dämmbeton) habe die Bewertung mit dem Urban Mining Index https://urban-mining-index.de 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            gezeigt, dass das Haus mit den Holzwänden die Ziele des zirkulären Bauens am besten verfolge. Insgesamt sei die monolithische Bauweise bei allen drei Bauten gegenüber üblichen Konstruktionsweisen mit komplexen Bauteilschichten optimiert. Da die Materialien nicht durch fremde Werkstoffe verunreinigt werden, könne eine sortenreine Trennung der Baustoffe beim Rückbau problemlos erfolgen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zusammen mit Roger Bolthauser hat Nagler Forderungen für ein zeitgemäßes Bauen aufgestellt, denn das Bauwesen verschlinge mehr als ein Drittel der globalen Ressourcen. Unserer Verantwortung für kommende Generationen könnten wir nur gerecht werden, wenn wir sparsam mit Rohstoffen, Flächen und Energie umgehen. In "nachhaltig - dicht - einfach. Ein Manifest" postulieren Bolthauser und Nagler eine Reduktion des Flächenverbrauchs bei allen Baumaßnahmen, den Gebäudebestand als Raum- und Materialressource zu nutzen, die Verwendung von kreislauffähigen, recyclebaren Baumaterialien, oder solchen, die möglichst wenig graue Energie verbrauchen sowie nur Gebäude mit geringem Energieverbrauch im Betrieb zu errichten, sowie die Entwicklung von Gebäuden, die langlebig, robust und einfach zu nutzen sind. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Nagels Fazit: In Frage stellen überzogener Ansprüche, Konzentration auf das Wesentliche
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            – auf das, was wir als Gesellschaft, aber auch als jeder Einzelne wirklich zum Leben brauchen. Denn, wie Nagler abschließend ausführte, „wir liegen in Deutschland zwar an der Spitze beim Materialverbrauch im Wohnungsbau, nicht aber beim Glücksindex...!“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Die Tabula Rasa-Denke der Moderne hat ausgedient“ Almut Grüntuch Ernst in Ihrem Vortrag
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gebäude seien auch Kulturträger und wir müssten daher vermeiden mit neuen Gebäuden Altes vorzutäuschen, unterstrich Grüntuch Ernst. Schon bei dem Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2006, dem Umbau des Chemnitzer Bahnhofs und des Frauengefängnisses Wilhelmina in Berlin-Charlottenburg hat sie bei ihren Projekten 3 Kriterien verfolgt: Transformation, Nachverdichtung und Renaturierung. Wie das geht, führte sie anschaulich in ihrer Präsentation zum Projekt Wilhelmina vor, das auch gestalterisch überzeugte und die vorherige Bestimmung des Bauwerks nicht verheimlicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Wie geht Bauen bedarfsgerecht, klimaverträglich, schön und gut?“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              „Wie geht Bauen bedarfsgerecht, klimaverträglich, schön und gut?“ 
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Positionen im Panel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Die Nutzer sind wichtig! Die Vierzimmerwohnung kann nichts dafür, wenn nur ein Mensch sie bewohnt!“ 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arne Steffen (Werk.um Architekten) forderte politische Anreize und hob hervor, dass sich der Suffizienz-Gedanke auf die Nutzer beziehe und nicht auf die Gebäude. Vor dem Hintergrund der Forderung des Umweltbundesamtes den Wohnflächenverbrauch bis 2050 auf 41qm/ Person abzusenken, verwies er auf das Potential der vorhandenen untergenutzten Wohnungen. Einfamilienhäuser und allein wohnende Senior*innen mit durchschnittlich 80qm/ Person seien die großen „Flächenkiller“. Die Verringerung der Wohnfläche um 1 qm/ Person wäre mehr als ausreichend, um die geforderten 400.000 neuen Wohnungen zu schaffen. Obwohl die Flächeneffizienz erhöht und der Neubaudruck verringert werden müsse, biete die KfW keine Anreize für flächeneffizientes Wohnen.  Steffen verwies hierbei auch auf die Chancen, die neue Wohnformen wie Cluster-Wohnen und Tauschbörsen böten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Wir haben auf unseren Dächern Potential für 1000de von Wohnungen.“ 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach Erfahrung von Ulrich Schiller (HOWOGE Berlin) funktioniert der Wohnungstausch nicht, trotz Umzugshilfe und geringeren Kosten durch kleinere Wohnungen. Denn das Thema sei vor allem für die Familien sehr emotional, weil sie die Flächen für ihre Kinder erhalten wollten, die allerdings in der Regel nicht zurückkämen. Schiller beklagte fehlende Anreize für den Wohnungswechsel und forderte, es müsse beim Flächen sparen „übers Portemonnaie gehen“. Darüber hinaus würden falsche Anreize im kommunalen Wohnungsbau gesetzt und auch die Förderszenarien funktionierten aufgrund der Baukostensteigerung und der Inflationsgetriebenen Betriebskostensteigerungen schlecht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zur Frage der fehlenden Flächen für den Wohnungsneubau berichtete er über das Howoge-Pilotprojekt einer 3-geschossigen Dachaufstockung von Plattenbauten und hob die Chancen dieser Bauweise für die Wohnraumbedarfsdeckung hervor: „Wir haben auf unseren Dächern Potential für 1000de solcher Wohnungen.“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Es muss möglich sein, dass der Strom von einer Straßenseite auf die andere gebracht wird!“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch Elisabeth Endres (TU Braunschweig) verwies auf die Nutzerverantwortung und die CO2-Budgetierung nach Schweizer Modell, weil eine Verbotspolitik nicht zielführend sei. Die Forschung belege, je höher der Energiestandard, umso wärmer werde gewohnt und umso mehr rausgelüftet. Im Weiteren thematisierte Endres die bisherigen Förderlogiken – die Standards im geförderten Wohnungsbau gingen z.B. nicht mit Low-Tech zusammen – und stellte die Frage „Warum schaffen wir keine Anreize, um beim individuellen Projekt eigene Standards zu setzen?“ Mehr interdisziplinäres Denken und die Vereinfachung der Energieversorgung im Hausumfeld sei nötig, forderte sie. Dafür bieten Projekte wie die Berliner HOWOGE-Aufstockung Lösungen an. Der durch Photovoltaik produzierte grüne Strom entspricht der Leistung der Stadtwerke und wird auch den Nachbarn zur Verfügung gestellt, wenn zu viel Energie vorhanden ist: „Es muss möglich sein, dass der Strom von einer Straßenseite auf die andere gebracht wird!“ – das sei allerdings sehr kompliziert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Gute Architektur macht Menschen glücklich und ist kein Widerspruch zu nachhaltigem Bauen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf die Frage, ob nicht auch Gestaltqualität beim nachhaltigen Bauen zähle, weil auch das Menschen glücklich mache, sagte Robert Winterhager (Montag Stiftung Urbane Räume), dass viele gute Umbauten belegen, dass architektonische Schönheit nicht abhängig sei von klimagerechten Ansätzen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er betonte 100% geförderter Wohnungsbau ermögliche eine soziale Ausrichtung der Belegung, die sonst nicht finanzierbar wäre und plädierte für die Reaktivierung von Leerständen abseits von Metropolen und Schwarmstädten. Dort gäbe es 80% Leerstand im Bestand – allerdings verbunden mit einem enormen Investitionsbedarf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Der Paradigmenwechsel findet in unseren Köpfen statt“ 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dem Statement Landschaft sei der Spiegel der Gesellschaft und das Kapital der Zukunft, hob Andreas Kipar (LAND Germany) in seinem Impuls „Umbau von Stadt und Land“ die Bedeutung der Landschaft hervor. Städte müssten als Stadtlandschaften gedacht werden, schlug er vor – schon Karl Ganser hatte bei der Umgestaltung der Ruhrmetropole 1992 gesagt: „Die Infrastruktur der Zukunft wird die Landschaft sein. …Nicht irgendwie Landschaft, sondern eine ökologisch intakte und ästhetisch befriedigende“. Der erforderliche Paradigmenwechsel finde in den Köpfen statt, konstatierte Kipar und verwies auf die einzigartige Landschaftsstrategie in Südtirol – der Landschaft als Lebensgrundlage Priorität in Entscheidungen einzuräumen sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung und Wertschätzung der Landschaft zu stärken. Immerhin sprächen sich 96% der EU-Bürger dafür aus, dass wir alle Verantwortung für die Natur tragen (EU-Barometer). Das Verhältnis Mensch und Natur stelle in den Städten keinen Gegensatz dar. Mit dem Natural Capital Accounting Ansatz, einer neuen Methode zur Bilanzierung von Ökosystemleistungen, die von den Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission im Jahr 2021 angenommen wurde. Sozusagen „vorwärts zu Natur“, könne die Stadt produktiv gemacht werden und der Gegensatz zur Natur überwunden werden. Basierend auf einer Ästhetik, die ethisch begründet ist, forderte Kipar eine Stadt der kurzen Wege, mehr Aufmerksamkeit für das Umgebaute und multicodierte Flächen mit grün-blauer Infrastruktur, die neue urbane Landschaften und Orte mit Qualitäten entstehen lassen würden. Sein Ausblick und Aufruf lautete: „Aufbruch in eine neue Zeit, in der wir wieder Teil der Natur werden, die wir zu lange als Fremdes verachtet hatten.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Neubau oder Umbau ist nicht nur eine technische Frage. Es ist vor allem eine Frage der Haltung.“ 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In seinem Impuls kritisierte Werner Lorenz (BTU Cottbus) das Leitbild Neubau im Bauwesen allgemein und im speziellen den Umbau von Brücken als Infrastrukturen. In seiner Problemanalyse, warum so wenige Brücken umgebaut würden (dgl. gelte aber auch für Architektur im Allgemeinen) fragte er, ob denn nur „neu“ gut sei? Neben dem Leitbild Neubau wirke vor allem für Brücken das Lebensdauer-Paradigma – „mehr als 100 Jahre sind verdächtig“. Er beklagte das „Denken in Dichotomien – richtig oder falsch und nichts dazwischen“. Im Hinblick auf Verantwortung herrsche das „Primat regelkonformer Nachweise“, die Regelwerke bezögen sich vornehmlich auf den Neubau. Im Brückenbau werde nach der Devise vorgegangen: „Bestand ist kompliziert. Fortschritt statt Fummelei. Neubauen ist einfacher.“ Lorenz resümierte, dass die Frage „Neubau oder Umbau“ vor allem eine Frage der Haltung sei – der Paradigmenwechsel stehe aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Bestand ist Haltung – Bestand ist Handlung“ und „Zusammenhang von Interaktionen“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In ihrem Impuls berichtete Tabea Michaelis (Denkstatt sarl, Basel) von „Lernender Planung im Gebrauch“, die sie in der Bürofamilie mit Denkstatt sarl und dem Baubüro Insitu mit den angeschlossenen Unternehmen Zirkular und Unterdessen GmbH in Basel und Zürich praktizieren. Dabei gelte es, schrittweise lernende Produktion und ein Mitwachsen der Betriebe im Transformationsprozess in trans- und interdisziplinären Teams zu etablieren. Für den Umbau von Industriearealen versuche man ein „best match“ von Nutzung und Bestand zu finden. Kollaborative Praxis und viel Kreativität sind erforderlich, um dann auch noch aktuell verfügbare Recycling-Baustoffe in den Planungs- und Bauprozess zu integrieren, wie beim umgebauten Kopfbau der vielfach prämierten Halle K118 in Winterthur.  Vor dem Hintergrund eines neuen Architekturverständnisses plädierte Michaelis dafür, sich um den Bestand zu sorgen – Bestand nicht als Objekt, sondern als Zusammenhang von Interaktionen zu verstehen: Orte, Dinge, Menschen, Nutzungen, Infra- und Finanzstrukturen, und sich aktiv handelnd in diesen Zusammenhang einzumischen. In diesem Sinne und mit Bezug auf Lucius Burckhardt forderte sie „ein Design von morgen, das unsichtbare Gesamtsysteme, bestehend aus Objekten und menschlichen Beziehungen, bewusst zu berücksichtigen im Stande ist“ (1980).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Ich glaube, wir werden es (zukünftig) mit einer vollkommen anderen Ästhetik zu tun haben…“. 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommentar von Tim Rienietz (Leibniz Universität Hannover) mit Verweis auf das Projekt K118, dessen Aufbau auf dem Dach zu 80% aus zurückgebauten Elementen erstellt wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Nov 2022 16:24:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/umbau-zum-neuen-leitbild-machen-neuer-baukulturbericht-2022-23</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>"Zukunft bauen" in der historischen Stadtmitte von Berlin</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/zukunft-bauen-in-der-historischen-stadtmitte-von-berlin</link>
      <description>Im Frühjahr 2023 wird der Realisierungswettbewerb zum Neubau der Berliner Bauakademie (1836) von Karl Friedrich Schinkel ausgeschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass es der Bundesstiftung Bauakademie als wettbewerbsvorbereitende Instanz gelingt, die Unklarheiten auszuräumen, die den Programmwettbewerb zur „Wiedererrichtung“ der Bauakademie 2018 maßgeblich geprägt hatten.
(Foto: Antje Bruno)</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1999 rekonstruierte Mauerecke der Bauakademie am historischen Standort  am Schinkelplatz (Foto: Antje Bruno)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           "Zukunft bauen" in der historischen Stadtmitte Berlins
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Frühjahr 2023 wird der Realisierungswettbewerb zum Neubau der Berliner Bauakademie (1836) von Karl Friedrich Schinkel ausgeschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass es der Bundesstiftung Bauakademie als wettbewerbsvorbereitende Instanz gelingt, die Unklarheiten auszuräumen, die den Programmwettbewerb zur „Wiedererrichtung“ der Bauakademie (so der damalige offizielle Wortlaut) 2018 maßgeblich geprägt hatten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem der Programmwettbewerb mit fünf ersten Preisen in eine Pattsituation führte, die Unverständnis in der Fachöffentlichkeit auslöste, wurde es stiller um das Architektur-Politikum. Zunächst fernab der Öffentlichkeit wurde der Gründungsprozess der Bundesstiftung Bauakademie durchgeführt und gelangte mit dem zunächst fehlgeleiteten Berufungsverfahren für die Gründungsdirektion wieder ins Zentrum der fachöffentlichen Aufmerksamkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Filzakademie“ titelte Niklas Maak in der FAZ am 8. Januar 2020 nach der umstrittenen vorläufigen Ernennung des Juristen Florian Pronold (SPD). Nach nicht endender Kritik aus der Architekturszene im Nachgang der Nominierung und Klagen seitens zweier Mitbewerber, trat Pronold zurück und der Posten wurde neu ausgeschrieben. Am 11. März 2021 wurde der Bauökonom Prof. Dr. Ing. Guido Spars aus Wuppertal vom Stiftungsrat nominiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seitdem lichtet sich langsam der Nebel im Bemühen um einen Nachfolgebau zur historischen Bauakademie. Die Bundesstiftung Bauakademie hat sich, nach eigenem Bekunden auf ihrer Webseite, am 6. April 2002 einen neuen Markenauftritt gegeben, indem „…sich das Selbstverständnis der Bauakademie als zukunftsweisende Institution für nachhaltiges Planen und Bauen ausdrückt.“, heißt nun dort. Die ,Marke’ Bauakademie wurde sichtbar neu gedacht. Und das lässt hoffen – in diesen Zeiten, wo ganz dringend eine derartige Institution als Leuchtturmprojekt an einem prominenten Ort gebraucht wird, um die Bauwende im Sinne der Klimaziele in alle Bereiche des Bauwesens hineinzutragen und zu etablieren. Und auch die breite Öffentlichkeit muss an einem solchen Ort niedrigschwellig an die kaum zu überschauende Komplexität der erforderlichen Transformation herangeführt und für positive Zukunftsvisionen gewonnen werden. Denn nichts anderes als eine Zäsur, eine Umwälzung aller Bereiche unseres Lebens, steht uns bevor. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ein kurzer Blick zurück zeigt auf, wie sich der Diskurs und die politischen Interessen, die mit der neuen Bauakademie am historischen Standort verbunden wurden, verändert haben...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Was würde Schinkel tun?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          l
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           autete der Titel einer Veranstaltung in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz am 3. Februar 2019. Es gab reichlich mahnende Worte von der anwesenden Architektenschaft zum bisher durchgeführten Bauakademie-Verfahren. Im Hintergrund stand die große Frage, was genau eigentlich wiederhergestellt werden soll. Diese Frage war auch durch den Programmwettbewerb 2018 nicht geklärt worden. Eine direkte Antwort der anwesenden politischen Vertreter auf die dringliche Frage nach dem angestrebten Erscheinungsbild der zukünftigen Bauakademie wurde auch bei diesem Anlass den Zuhörern vorenthalten. Es galt zwischen den Zeilen zu hören, was der Bund als Bauherr wünscht und angesichts des in Fachkreisen ungeliebten Schlosses bisher nicht artikuliert hatte. Die Unschärfe des Begriffs Rekonstruktion, der in den Diskursen um die Bauakademie bewusst vermieden wird, ist Teil der Unsicherheit in Bezug auf die Erwartungen und die Gestalt des neuen Bauwerks.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das im „Wiedererrichtungs“-Verfahren seit 2016 von politischer Seite ausgegebene Motto „so viel Schinkel wie möglich“, aber „bitte kein zweites Schloss“ hatte zu größtmöglicher Verunsicherung bei den beteiligten Planern geführt. Dass es aber offenkundig doch ganz wesentlich um das Bild des verlorenen historischen Bauwerks ging, wurde auch in der Akademie der Künste unmissverständlich verdeutlicht. Identität sei eine der dringlichsten Fragen der Zeit, die in der Bauakademie bearbeitet werden müssten, führte Gunther Adler, damaliger Bau-Staatssekretär im BMI, aus und verwies in diesem Zusammenhang auf die neugebaute Frankfurter Altstadt in historischem Kleid.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz dazu rekurrierte der Architekt Kurt W. Forster, der über die Bedeutung der Bauakademie referierte, auf die Zukunftsorientierung des historischen Baus. Der Schinkel-Experte sprach von der „Provokation“, die das historische Bauwerk durch sein modernes Erscheinungsbild – ein unverputzter Backsteinbau – gegenüber dem barocken Repräsentationsbau des Hohenzollernschlosses darstellte. Es verkörperte Innovationskraft – Schinkel habe mit dem Bau gezeigt, was Architektur könne. Mit den Materialien Backstein und Eisen seien die zeitgenössischen Möglichkeiten der Verwendung der in Berlin führenden Technologien und die Anwendbarkeit des regionalen Baustoffs Ton für die verschiedenen konstruktiven Bauwerksteile vorgeführt worden. Durch ihre Bautechnik wurde die Bauakademie zum Vorbild – aber das Herausragende sei die Konstruktion, resümierte Forster. Deren Ablesbarkeit in der äußeren Gestalt wie auch die Darstellung des Nutzungsprogramms in den von Schinkel entworfenen Fassadenreliefs, gleichsam eine Verbindung von innen und außen, war architekturtypologisch neu. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schinkelsche Bauakademie war ein innovativer und wegweisender Bau mit hoher Symbolkraft, damals und heute. Es liegt eine Chance darin, an Schinkels Innovationsgeist und die Programmatik des Bauwerks der preußischen Bauschule anzuknüpfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das neue, von der Bundestiftung Bauakademie ausgegebene Motto für den Neubau der Bauakademie heißt: „Die Zukunft bauen“. Wie würde Schinkel heute bauen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 18 Aug 2022 09:15:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/zukunft-bauen-in-der-historischen-stadtmitte-von-berlin</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Berliner Bauakademie als Labor für die Zukunft der Planens und Bauens</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/die-berliner-bauakademie-als-labor-fuer-die-zukunft-der-planens-und-bauens</link>
      <description>Es bleibt spannend. Das seit nunmehr 6 Jahren andauernde Verfahren zur Neuerrichtung der Schinkelschen Bauakademie hat wieder einen Schub bekommen. Die Bundesstiftung Bauakademie bereitet den Realisierungswettbewerb für das Frühjahr 2023 vor. Ein Thinktank mit 17 Expert*innen aus den Bereichen Planung, Bauwesen und Politik erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Wettbewerbsausschreibung.  
Dass die Institution als „Labor für die Zukunft des Planens und Bauens“ mit dem Fokus auf die Herausforderungen unserer Zeit wiederbelebt werden soll, ist eine positive Wendung in dem seit 1990 andauernden Prozess. Denn Schinkels Bauschule war nicht nur architektonisch innovativ, sie war auch in der Materialwahl nachhaltig und zukunftsorientiert.</description>
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&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fassadenattrappe verfestigte das historische Bild der Bauakademie im Stadtraum (2005-2020) Foto: Antje Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Labor für die Zukunft der Planens und Bauens  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es bleibt spannend. Das seit nunmehr 6 Jahren andauernde Verfahren zur Neuerrichtung der Schinkelschen Bauakademie hat wieder einen Schub bekommen. Die Bundesstiftung Bauakademie bereitet den Realisierungswettbewerb für das Frühjahr 2023 vor. Ein Thinktank mit 17 Expert*innen aus den Bereichen Planung, Bauwesen und Politik erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Wettbewerbsausschreibung. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dass die Institution als „Labor für die Zukunft des Planens und Bauens“ mit dem Fokus auf die Herausforderungen unserer Zeit wiederbelebt werden soll, ist eine positive Wendung in dem seit 1990 andauernden Prozess. Denn Schinkels Bauschule war nicht nur architektonisch innovativ, sie war auch in der Materialwahl nachhaltig und zukunftsorientiert. Das Bauwerk mit umlaufendem Raster aus tragenden Pfeilern und Wandfeldern aus unverputzten Ziegeln machten es zu einem Prototyp der Skelettbauweise. Die Ablesbarkeit der Konstruktion und die Verwendung des regionalen Baustoffs Ton für alle Teile des Gebäudes zeugt von Schinkels Innovationsdrang und einer neuen Architekturauffassung. Er experimentierte mit neuen Konstruktions- und Fertigungstechniken, unterstützte damit die brandenburgische Ziegelindustrie und verlangte dieser neue Qualitätsstandards ab. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Gestaltung der äußeren Hülle des Neubaus sollte zu der Institution, die es beherbergen wird, passen. Gründungsdirektor Guido Spars sieht in dem Bauwerk auch eine "baulich-räumliche Demonstration der Werte und Ziele der Bundesstiftung Bauaka-demie". Auch wenn die öffentliche Meinung nach Erhebungen des Forsa-Institutes und auf Veranlassung bürgerschaftlicher Vereine eine originalgetreue Rekonstruktion wünscht – Ist es vorstellbar, dass der Neubau der Bauakademie, der unter dem Motto "die Zukunft bauen" erfolgt, als eine historische Rekonstruktion errichtet wird? Bei aller Wertschätzung für den baukulturellen Wert und die radikale Modernität der historischen Bauakademie sollte nicht aus den Augen verloren werden, dass es sich um ein verlorenes Baudenkmal handelt. Was damals innovativ und revolutionär war, sollte ins hier und jetzt übersetzt werden. Der historische Bau, der hätte geschützt werden müssen, ist und bleibt verloren. Die Replik eines verlorenen Bauwerks kann keine Zukunftsorientierung symbolisieren. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Aug 2022 16:12:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/die-berliner-bauakademie-als-labor-fuer-die-zukunft-der-planens-und-bauens</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Klimawende wird auch im Bauwesen entschieden – neue Leitbilder und Narrative sind gefragt</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/die-klimawende-wird-im-bausektor-entschieden-neue-leitbilder-und-narrative-sind-gefragt</link>
      <description>Mehr als 40% der deutschen Treibhausgas-Emissionen/THG (362 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) wurden einer Studie des BBSR von 2020 zufolge im Bezugsjahr 2014 durch die Herstellung, Errichtung, Modernisierung sowie die Nutzung und den Betrieb von Wohn- und Nichtwohngebäuden einschließlich vor- und nachgelagerter Prozesse verursacht. Nicht eingerechnet sind Emissionen durch Zulieferer im Ausland, die weitere 35 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente verursachten. Allein die Größenordnung dieser Zahl verdeutlicht, dass es in Anbetracht der Pariser Klimaziele und für die angestrebte Klimaneutralität Deutschlands bis zum Jahr 2045 dringenden Handlungsbedarf gibt.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/5ed32638d49149c39a1b157106469ef2/dms3rep/multi/IMG_4459-db2a0cdb-6474f97c-a4959d20.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abriss eines intakten Gebäudes in Berlin (Foto:Antje Bruno)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der lange Weg des Umsteuerns zu mehr Nachhaltigkeit beim Bauen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr als 40% der deutschen Treibhausgas-Emissionen/THG (362 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) wurden einer Studie des BBSR von 2020 zufolge im Bezugsjahr 2014 durch die Herstellung, Errichtung, Modernisierung sowie die Nutzung und den Betrieb von Wohn- und Nichtwohngebäuden einschließlich vor- und nachgelagerter Prozesse verursacht. Nicht eingerechnet sind Emissionen durch Zulieferer im Ausland, die weitere 35 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente verursachten. Allein die Größenordnung dieser Zahl verdeutlicht, dass es in Anbetracht der Pariser Klimaziele und für die angestrebte Klimaneutralität Deutschlands bis zum Jahr 2045 dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Erkenntnis, dass der Gebäudesektor dabei eine zentrale Rolle spielen muss und ein enormes Einsparpotential an Energie und Treibhausgasemissionen birgt, fand bereits 2001 Niederschlag in der Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden, Energieeinsparverordnung (EnEV) und wurde 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz abgelöst. Bei der Bilanzierung des Energieverbrauchs und der THG-Emissionen hat sich in den letzten Jahren der Fokus vom Energiebedarf im Gebäudebetrieb während der Nutzungsphase zum Bauprozess und den Baumaterialien selbst verschoben. Denn bei der energetischen Bewertung muss der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerkes betrachtet – die aufgewendete Energie und entstandenen Emissionen für die ganze Kette des Bauproduktionsprozesses berücksichtigt werden. Das ist in der Vergangenheit nicht geschehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen ganzheitlichen Ansatz bei der Ermittlung des Energieaufwands beim Bauen – von der Herstellung und der Instandhaltung bis zum Lebensende der Konstruktion des Gebäudes – empfiehlt auch das Umweltbundesamt und richtet den Blick inzwischen verstärkt auf die Potentiale des Bestandes. Bestandsgebäude werden immer noch zu häufig aus ökonomischen Gründen abgerissen und nicht, weil sie unbrauchbar sind. Die Qualitäten bleiben unberücksichtigt oder werden schlicht übersehen – ein Abbruch lässt sich zudem sogar steuerlich absetzen. Darüber hinaus ist Abbrechen und Neubauen billiger als den Bestand weiterzuentwickeln – genauer gesagt wird es billiger gerechnet, weil die ökologischen Kosten nicht einbezogen werden. Das heißt, es werden nicht die Gesamtkosten der Bauproduktion, inklusive der Umweltkosten von der Baustoffgewinnung bis zum Rückbauprozess eines Bauwerks angesetzt. Das Abrissmaterial ist in der Regel Müll, die in den Baustoffen verbaute Energie, die sogenannte „graue Energie“, geht beim Abbruch von Gebäuden verloren, wenn Baustoffe und Bauelemente durch Verklebung oder irreversible Verbindungen nicht sauber rückgebaut und wiederverwertet werden. Darüber hinaus fallen zusätzliche Emissionen beim Neubau an. Um weniger THG zu emittieren, muss es also darum gehen, die Menge des Mülls im Bauwesen deutlich zu reduzieren – mithin weniger abzureißen und Vorhandenes weiterzuentwickeln. Baustoffe in einen zyklischen Kreislauf zu bringen, vorhandene Ressourcen auszuschöpfen und die natürlichen zu schonen, um am Ende Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen zu schützen, ist das Ziel des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes von 2012. In dieser Hinsicht ist das Bauwesen noch nicht sehr weit gekommen, denn die Gemengelage ist komplex und gebrauchte Bauteile verlieren ihre bauaufsichtliche Zulassung. Daraus ergeben sich Unsicherheiten in Bezug auf die Einhaltung von Vorschriften, Normen und Standards für Brand-, Schall- und Wärmeschutz und die Haftungsrisiken für die Ausführung nicht standardisierter wiederverwendeter Bauelemente. Die Gebäudetechnik wird immer komplizierter, viele Bauprojekte auch ohne Recycling schwer steuerbar. Auch das trägt dazu bei, dass zyklisches Bauen in Deutschland bisher ein Nischendasein fristest. Es bedeutet mehr Aufwand an Zeit und Kosten, zudem wirtschaftliche Unsicherheit – und das in einer Branche, die per se unter Kostendruck steht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es im trägen und komplizierten deutschen Bauwesen bisher zu wenig Engagement in diese Richtung gibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Der Leitbildwandel ist ein langwieriger und komplexer Prozess – Ein Blick zurück
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis vor wenigen Jahren hatten auch außerhalb Deutschlands nur wenige Architekten einen umfassend nachhaltigen Ansatz auf der Agenda, wie z.B. die 2021 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten französischen Architekturschaffenden Lacaton/Vasall, die in ihrer langen Karriere seit den seit 80er Jahren noch kein einziges Gebäude abgerissen haben, stattdessen auf intelligente Weise und sozial verträglich das Vorgefundene weiterbauen. Ihr Ansatz des Wertschätzens vermeintlich unbrauchbarer Architekturen und des achtsamen Umgangs damit zeigt einen vom üblichen abweichendes Konzept auf:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           „The pre-existing has value if you take the time and effort to look at it carefully. In fact, it's a question of observation, of approaching a place with fresh eyes, attention and precision…to understand the values and the lacks, and to see how we can change the situation while keeping all the values of what is already there.” (Auszug aus der Preisrede der Architekten)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Pritzker-Preis 2021 war ein Weckruf für viele Architektinnen und Architekten – keine ikonischen Leuchttürme, sondern bescheidene Zurücknahme und Einsetzen für ökologisch-soziale Werte im Sinne des größeren Ganzen. Denn anstatt kreative architektonische Lösungen im Umgang mit dem Bestand zu suchen, wird immer noch scheinbar nicht verwertbare Bausubstanz überwiegend abgerissen und ein vollständiger Neubau favorisiert. Dabei gibt es erst seit wenigen Jahren Ansätze mit mehr Holz zu bauen oder in alternativen Konstruktionen anstelle von Beton als Rohbau zu denken. Der unbequeme Weg des Wandels beim Bauen wurde in Deutschland, von Ausnahmen abgesehen, erst in den letzten Jahren konsequenter beschritten. Auf der Ebene der Deklarationen wurde schon vor mehr als zehn Jahren auf die Erfordernisse eines Wandels in der Branche hingewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemeinsam mit berufsständischen Organisationen aus Ingenieursbaukunst und Stadtplanung verabschiedeten mehrere Verbände der deutschen Architektinnen und Architekten 2009 das Manifest „Vernunft für die Welt”, für eine zukunftsfähige Architektur und Ingenieursbaukunst (www.klima-manifest.de). Auf Basis der Erkenntnis des menschengemachten Klimawandels wird darin mehr Mut, Neugierde und die Entschlossenheit aller gesellschaftlicher Gruppen zum Umsteuern angemahnt und die besondere Verantwortung der Bauschaffenden für den notwendigen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit in der Planung und Gestaltung von Bauwerken und Städten betont. Gefordert werden dafür Emissionsvermeidung, Einsparungen beim Energie-, Ressourcen-, und Bodenverbrauch, Regionalität, Kreislaufwirtschaft, ökologische Prinzipien beim Bauen sowie ein geschärftes Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und Nachhaltigkeit als Leitprinzip im Bauwesen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der griffigen Formel, Reduce, Reuse, Recycle’ thematisierte der Architekt Muck Petzet als Kurator des deutschen Ausstellungsbeitrages auf der Architektur-Biennale in Venedig schon 2012 die Wertschätzung des Baubestandes und konstatierte programmatisch: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Gebäudebestand … muss als wichtige energetische, kulturelle, soziale und architektonische Ressource für die Gestaltung unserer Zukunft erkannt und eine grundsätzlich affirmative Haltung gegenüber dem Vorhandenen entwickelt werden. Reduce / Reuse / Recycle steht als erfolgreicher Slogan für die Umwertung von Müll zu Wertstoff: Die 3 Rs bilden die ‚Abfall-Vermeidungshierarchie‘. An erster Stelle steht mit ‚Reduce‘ die Verringerung des Abfallvolumens: die Abfallvermeidung. Danach folgt ‚Reuse‘: die möglichst direkte Weiterverwendung. Erst an dritter Stelle kommt die materielle Umformung durch ‚Recycling‘. Je geringer die Änderung des Ausgangsprodukts, desto besser ist also der Prozess. Durch die Übertragung dieser Logik auf Architektur erhält man ein mögliches Wertesystem zum Umgang mit Bestandsgebäuden: Je weniger Änderungen gemacht werden, und je weniger Energie aufgewendet wird, umso effektiver ist die Umbau-Strategie.“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit war das Thema Transformation in der Architektur an prominenter Stelle adressiert worden. Doch erst im Mai 2019 hat der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten/ BDA ein eigenes wegweisendes Papier – Das Haus der Erde. Positionen für eine klimagerechte Architektur in Stadt und Land –  das als dringlicher Appell an den eigenen Berufsstand und die Stadtplaner:innen verfasst ist, auf den Weg gebracht. Darin wird eine radikale Abkehr vom Wachstumsgedanken, mehr Mut und Verantwortung, politisches Denken und Handeln von den Planer:innen eingefordert. Das Postulat im BDA-Positionspapier ist angesichts der planetaren Grenzen eindeutig: „Dem Erhalt des Bestehenden kommt Priorität zu.“ Der BDA ruft dazu auf, den Gewinn der ökologischen Wende zu betonen und einen Perspektivwechsel in der Architektur vorzunehmen: „Für das Vorhandene aktiv Sorge zu tragen, das Bestehende mit Ideen für ein zukunftsfähiges Zusammenleben weiterzubauen, ist Kern einer reduktiven Strategie in der Architektur.“ Unter der Fragestellung wie wir künftig leben wollen, werden positive Erzählungen für ein neues Zukunftsbild, neue Mobilitätsformen für die ,Stadt der kurzen Wege’, eine Kultur des Experimentierens und einen Paradigmenwechsel im Material- und Energieeinsatz zur vollständigen Entkarbonisierung im Bauwesen postuliert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Mai 2021 folgte ein weiteres Manifest: Das Haus der Erde – politisch handeln. Politische Aufforderungen für eine klimagerechte Architektur in Stadt und Land. In dem dezidiert politischen Papier wird ein neues Rollenverständnis von der Architektenschaft und mehr gesellschaftlich-politische Verantwortung beim Bauen und Planen im Hinblick auf die Klimaziele angemahnt. Das Spektrum der Forderungen mit konkreten, an die Politik adressierten Umsetzungsmaßnahmen, umfasst neue Denk- und Handlungsweisen für die Architektur, Experimentierräume, umfassende Bestandswahrung und Förderung des zirkulären Bauens mit weniger Technik, wie auch eine gemeinwohlorientierte Flächen- und Bodenpolitik. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es mangelt an Anreizen und Wertschätzung für das Vorgefundene 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch aus wirtschaftlichen Gründen wird der Bestand in Bezug auf seine Qualitäten oft nicht eingehend untersucht – das ,Alte’ wird oft nur als wertvoll befunden, wenn es gewisse Kriterien erfüllt und aus bestimmten Bauperioden stammt. Es fehlt an ökonomischen Anreizen und Zeit, den Genius loci zu erforschen wie auch an Interesse genauer hinzusehen, was entstehen könnte am Ort der baulichen Intervention. Mangelnde Kreativität oder der Wille, bestehende Bauten konzeptionell einzubeziehen spielen aber auch eine Rolle. Dabei bergen gerade schwierige räumliche Situationen und komplizierte bauliche Ensembles ein hohes architektonisches Potential. Das betont auch Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur im Editorial des Januar-Newsletters 2022:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Auch wenn viele bauliche Herausforderungen scheinbar nur mit Neubau zu lösen sind, so liegt doch ein großes Potential der umwelt- und gesellschaftspolitischen Nachhaltigkeit im Bestand. Wenn es uns gelingt, in der sogenannten Grauen Energie die Seele des Bauwerks zu erkennen, können wir sie in Goldene Energie ummünzen. Das ist nicht nur in der Sache effizient und lösungsorientiert, sondern beflügelt und produziert schöpferische Schaffensfreude.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neue Wege im architektonischen Umgang mit dem Vorhandenen und in der Baustoffproduktion sind für diesen transformativen Ansatz unumgänglich. Planer:innen müssen grundsätzlich, jenseits von einzelnen Vorzeigeprojekten, einen neuen ökologischeren Umgang mit den baulichen Ressourcen entwickeln. Solange Architektenhonorare aber an der Bausumme orientiert sind, gibt es kaum Anreize für Suffizienzstrategien – das, was schon da ist, wertschätzend anzunehmen und mit so wenig Neubau wie möglich zu modifizieren – mit dem Ziel umbauten Raum, Flächen und dadurch Material und Emissionen zu sparen. In der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure/ HOAI findet der zeitliche Extraaufwand durch den Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen oder Bauwerksumbau anstelle eines Abbruchs und anschließendem Neubau bisher keine positive Berücksichtigung, so dass zumindest ökonomische Interessen einem derartigen ökologischen Ansatz und Handeln entgegenstehen. Zudem ist die Bauwirtschaft in Deutschland in ihrer ganzen Komplexität eine Schlüsselindustrie und Konjunkturmotor, in der viele beschäftigt sind und an dem viele verdienen. Dennoch ist es dringend geboten, insgesamt weniger neu zu bauen und den Gebäudebestand umfassend zu nutzen, um den anfallenden Müll der Baubranche, der in Deutschland immerhin 61 % des gesamten Müllaufkommens beträgt, deutlich zu reduzieren (BMU 2020). Der Bauabbruch wird in der Regel auch nicht als gleichwertiger Baustoff im Neubau wiederverwertet, sondern überwiegend im Straßenbau downgecycelt, was nicht nachhaltig ist. Fehlende digitale Erfassung, Prüfung und Zertifizierung des Materials sind hier nur die oberflächlichen Probleme des erforderlichen strukturellen Wandels im Bauwesen. Aber Planer:innen, Architekt:innen und Ingenieur:innen können die Bauwende nicht allein herbeiführen. Dazu bedarf es Transformationen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Die Regelwerke für das Bauwesen müssen umgeschrieben werden – Gesetze, Förderlogiken und Planungsverfahren sind auf den Neubau ausgerichtet. Es bedarf anderer Bewertungssysteme durch gesellschaftliches Umdenken und ein verändertes Konsumverhalten insgesamt. Neue Narrative sind gefragt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Wie umsteuern?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Welche Art von Transformation brauchen wir?“ fragte der Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber (ehem. Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung IASS) in einer Veranstaltung der Bundesarchitektenkammer/BAK zum Neuen Europäischen Bauhaus am 27. Mai 2021. Um die Klimaziele von Paris zu erreichen, hat die Europäische Kommission das Neue Europäische Bauhaus initiiert. Dahinter steht der hehre Ansatz, nachhaltiges Bauen nicht allein als technische, sondern auch als gemeinsame kulturelle Aufgabe zu verstehen im Sinne eines Wandels hin zu einer demokratischen, freien und inklusiven Gesellschaft. Schellnhuber gehört zu den Mahnern der ersten Stunde und fordert wie der Architekt Muck Petzet die gesamte Baubranche zur radikalen Kehrtwende und zum Handeln nach dem ,cradle to cradle’ Prinzip (von der Wiege zur Wiege) auf – Wertschöpfung, Bauzyklen, Energiekosten ganzheitlich zu denken. „Ich rufe den Untergang des konventionellen Bauens aus!“ proklamierte Schellnhuber an die Architekt:innen gerichtet in der Veranstaltung, um die Dringlichkeit des Umsteuerns zu verdeutlichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Verbietet das Bauen“ verlangt der Architekt und Publizist Daniel Furhop mit seinem gleichnamigen Buchtitel ähnlich dogmatisch und benennt eine Reihe von alternativen Maßnahmen. Unter den Rubriken Modernisieren statt Abreißen, Altes und Neues richtig bewerten, Leerstand kennen/nutzen/beseitigen adressiert er Beispiele und formuliert Strategien wie (Anti-)Stadtmarketing, um über die Abwertung von beliebten Regionen bzw. die Aufwertung von weniger beliebten Regionen einen Ausgleich im Hinblick auf die Diskrepanz zwischen dem baulichen Überangebot einerseits und Mangel an anderen Orten anzuregen. Nichtbauen, umbauen und umdenken – weniger Fläche und Platz verbrauchen, mithin anders wohnen, anders zusammenleben und arbeiten sowie mehr Flexibilität lauten seine konkreten Vorschläge, zu denen er zahlreiche Anregungen zur Umsetzung macht. Ungenutzte Potentiale in öffentlichen Gebäuden, z.B. Foyers von Theatern, Konzerthäusern und repräsentativen institutionellen Bauten könnten durch Mehrfachnutzungen außerhalb der Primarnutzungsöffnungszeit durch ergänzende Bespielung ausgeschöpft werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass Abriss möglichst vollständig vermieden, auf jeden Fall aber maximal reguliert werden sollte, nachwachsende und ökologische Baustoffe stärker eingesetzt werden müssen, wurde auch auf der Fachkonferenz GemeinGut Stadt, die gemeinsam vom Netzwerk Immovielien und dem Wohnbund, e.V. am 11. Juni 2021 veranstaltet wurde, betont. Wie eine Abriss-Regulierung erfolgen kann, wie Anreize für Architekt:innen, Auftraggeber:innen und die Bauwirtschaft geschaffen werden können – dazu sind noch viele Fragen offen. Besonders dringlich ist eine stärkere öffentliche Förderung, auch durch entsprechende Wettbewerbe, und Beratung nicht nur zu energetischen Belangen, sondern vor allem auch zu den Baustoffen selbst. Neben den zusätzlichen Kosten und der Problematik der Zulassung neuer Baustoffe fehlt es auch an Erfahrung mit der Verarbeitung von Recyclaten. Für die Lösung dieser Fragen wird die Bauwirtschaft dringend gebraucht. Eine zunehmende Zahl an Unternehmen, die sich auf zirkuläres bauen spezialisiert haben und diverse regionale Bauteilbörsen, sind auch beratend tätig. Das Informationsportal nachhaltiges Bauen des Bundesbauministeriums ÖKOBAUDAT Bauteilbörse, stellt umfassende Informationen bereit. Pionierarbeit leistet inzwischen auch die Architektenschaft selbst, wie z.B. das Baseler baubüro insitu, das mit seinem Projekt K.118 in Winterthur auf der Architektur-Biennale in Venedig 2021 den europäischen wie auch den globalen Gold Award der Holcim Foundation for Sustainable Construction erhalten hat. Dieses und weitere Projekte des Büros weisen die Richtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne die Bauwirtschaft können Planer:innen nicht viel ausrichten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn für eine umfassende Transformation im Bauwesen ist nicht nur ein Emissions-Katalog für Baustoffe, sondern auch die Akzeptanz der Bauwirtschaft für eine neue Umbaukultur ebenso wie ein gesellschaftlicher Wertewandel dringend erforderlich. Aber es gibt Engagement in der Branche. Unter dem Titel ,Auf dem Weg zur Klimaneutralität’ haben sich im Mai 2021 wesentliche Teile der Wertschöpfungskette zur Klimarunde BAU zusammengeschlossen, um in einem laufenden Diskussionsprozess die Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasen beim Planen und Bauen sowie die Steigerung der Ressourceneffizienz zu erörtern, voneinander zu lernen und Ansprechpartner der Politik zu sein. Unter den Akteuren, die das Ziel der Klimaneutralität und umfassende Nachhaltigkeit im Bausektor bis 2045 anvisieren, sind wichtige Verbände und Organisationen des Baugewerbes und der Bauindustrie, die Kammern der Architekt:innen und Ingenieur:innen, und sogar der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Um die tatsächlichen Umweltauswirkungen von Bauwerken bewerten zu können, fordert auch die Klimarunde BAU anstelle der bisherigen Fokussierung auf die Emissionen und Energieeffizienz im Betrieb von Gebäuden eine Betrachtung der CO2/THG-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung und Transport der Bauprodukte über die Errichtung und Nutzung der Gebäude bis zum Abbruch und zur Entsorgung. Eine solche Bilanzierung generiert Erkenntnisse, wo in dem Prozess am meisten emittiert und eingespart werden kann. Neben der Lebenszyklusbetrachtung sind Technologieoffenheit, ein baustoffunabhängiger Wettbewerb für nachhaltiges Bauen und eine höhere Sanierungsrate relevante Strategien zu mehr Klimaverträglichkeit im Bauwesen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch das Bauen mit Baustoffen und Bauelementen aus Rückbauprozessen lokaler bzw. regionaler Herkunft. Das erfordert allerdings nicht nur digitale Baukataloge, die erst seit kurzer Zeit entstehen, sondern auch ein hohes Maß an Flexibilität bei der Planung und Gestaltung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Baukulturelle Qualität braucht politische und finanzielle Förderung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Wandel erschwerend kommt hinzu, dass sich das Bauwesen in den letzten Dekaden massiv verändert hat. Die Neoliberalisierung in der Bau- und Stadtproduktion hat zu einer umfassenden Ökonomisierung des Bauwesens geführt, die eine Orientierung auf andere Werte nicht eben erleichtert. Wolfgang Pehnt machte beim Symposium „Metamorphosen – Stadt zwischen Geschichte und Gewissen“ in der Berliner Akademie der Künste am 28./29. Mai 2021 in seinem Vortrag auf die verloren gegangene Qualität beim Planen und Bauen aufmerksam. Dabei ist es zumindest in der Fachwelt unumstritten, dass sorgfältig geplante Bauten aus naturbasierten Baumaterialien problemlos altern und auch am Ende der Abschreibungszeit noch werthaltig sind. Man denke dabei beispielsweise an zum Teil jahrhundertealte Bauwerke, die keineswegs an Schönheit oder Wert verloren, sondern vielmehr dazu gewonnen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr Baukultur ist auch das Kernanliegen der Bundesstiftung Baukultur, die im Mai 2021 zusammen mit dem Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) und mit Unterstützung aus der Immobilien- und Wohnungswirtschaft einen Kodex für Baukultur auf den Weg gebracht. „Baukultur wird zum anerkannten Ziel der Immobilienbranche“ lautet der Titel der allerdings nur freiwilligen Selbstverpflichtung für die verantwortungsvolle Aufgabenwahrnehmung von Unternehmen der Immobilienwirtschaft. Diese Selbstverpflichtung, mit den postulierten Zielen ökologische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und ganzheitliche Baukultur, sowie Prozessorientierung und einem kooperativen Ansatz, wäre, wenn sie tatsächlich so eingehalten würde, ein weitreichender Schritt in Richtung Klimaschutz. Dass sich Baukultur auch für die Immobilienwirtschaft auszahlt und dass die Wertschätzung historischer Bestände zwar als „relevant oder mindestens bedingt relevant“ betrachtet wird, dennoch nur etwa 50% der Unternehmen dem entsprechend handelt (Umfrage der Bundesstiftung/ Pressemitteilung vom 17.05.21), zeigt, dass noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man das Verhältnis von Bestands- und Neubauten in Deutschland betrachtet – unsere Städte sind quasi fertiggebaut – ist es unstrittig, dass die größten Einsparungen im Sinne des Klimaschutzes durch die Ertüchtigung des Bestandes erzielt werden können. Und hier wird eines der größten Probleme für die Bauwende sichtbar: Wer trägt die Kosten für die anstehenden energetischen Sanierungen – bei Verzicht auf Polystyrol=Sondermüll an den Fassaden und fossile Energieträger für den technischen Gebäudebetrieb? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unverhandelbar sollte sein, dass die Finanzierung der Energiewende im Mietwohnungsbau, sowohl im Bestand als auch im Neubau, kostenneutral für Mieter bzw. sozialverträglich gestaltet werden muss. Der Staat ist hier in der Pflicht den politischen Rahmen vorzugeben und mit passender Förderung den großen Umbau in Richtung der geforderten Klimaneutralität in Deutschland für 2045 voranzutreiben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Der Klimawandel kann nur im Globalen Süden aufgehalten werden
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen also nicht nur ein Umsteuern im architektonischen Handeln, einen tiefgreifenden Umbau der Bauwirtschaft und politisches Handeln, sondern auch einen grundlegenden gesellschaftlichen Wertewandel sowie ein Umdenken auf allen Ebenen, damit die Transformation in Richtung Klimaneutralität gelingt. Diese große Transformation, die sicher eine größere Umwälzung darstellt, als die der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, muss schnell und global erfolgen. Denn vor allem im Globalen Süden befinden sich die größten und schnell wachsenden städtischen Agglomerationen mit den meisten Einwohnern, die in nicht allzu ferner Zukunft technologisch und im Hinblick auf die THG-Emissionen an den globalen Norden anschließen werden. Zudem sind die Urbanisierungsprozesse in weiten Teilen Asiens und Afrikas noch lange nicht abgeschlossen, ein großer Teil der Städte dort noch nicht gebaut. Bis 2050 wird sich die Zahl der Stadtbewohner auf dem Planeten verdoppeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit welcher Rasanz Verstädterungsprozesse und damit Emissionszuwächse erfolgen können, hat China in den letzten Jahrzehnten vorgeführt. Chinas Verbrauch an Stahl und Beton der letzten drei Jahrzehnte entspricht dem der USA im gesamten 19. Jahrhundert. Dem werden die Megastädte des 21. Jahrhunderts, vor allem für die bevölkerungsreichen und weiter stark wachsenden Nationen des Globalen Südens, folgen. Global betrachtet werde die Stadt New York in den nächsten 40 Jahren 500 Mal neu gebaut werden – jeden Monat einmal (Prof. Estelle Herlyn, FOM für Oekonomie und Management Düsseldorf).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb kann die Weltgesellschaft nur gemeinsam die Klimaziele erreichen. Denn im Globalen Norden ist der Urbanisierungsprozess weitgehend abgeschlossen. Es sind aber die Emissionen des Globalen Nordens seit der Industrialisierung, die zum gegenwärtigen Klimanotstand geführt haben, weshalb wir, die überprivilegierten Gesellschaften, in einer historischen Bringeschuld stehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 22 Mar 2022 12:01:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/die-klimawende-wird-im-bausektor-entschieden-neue-leitbilder-und-narrative-sind-gefragt</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>BAUWENDE – Zukunft Bau Kongress 2021</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/bauwende-zukunft-bau-kongress-2021</link>
      <description>In ihren Keynotes unterbreiteten Prof. Estelle Herlyn, Prof. Armin Nassehi und Prof. Hans Joachim Schellnhuber sehr diverse Konzepte zur Erreichung der Klimaziele: Von technologischen Innovationen für die Urbanisierung im Globalen Süden, über Interdependenzunterbrechungen und  Städte zu CO2-Senken reichten die  Vorschläge</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter dem Titel
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            »BAUWENDE: klimabewusst erhalten, erneuern, bauen«
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           führte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) am 18./19.11.2021 gemeinsam mit dem Bundesbauministerium den hybriden Kongress Zukunft Bau durch. Zielsetzung der Veranstalter war es, gemeinsam mit Fachexpertinnen und Fachexperten aus Praxis, Forschung, Wirtschaft und Politik zentralen Fragen nachzugehen: Welchen Beitrag die Bauwelt zu den Herausforderungen des Klimawandels leisten und wie der Wandel im Bauwesen gestaltet werden kann bzw. welche Weichen baupolitischer Art zu stellen sind. Der Kongress sollte dazu dienen, wichtige Fragestellungen und Lösungsansätze für eine klima- und ressourcenschonende Zukunft des Bauens aufzuzeigen, diese disziplinübergreifend zu diskutieren und damit aktiv zur Gestaltung unserer Zukunft beizutragen. Im Fokus standen zukunftsweisende Strategien sowohl für den Erhalt von Bestandsbauten als auch für die Errichtung von Neubauten. Auf übergeordneter Ebene wurde in hochkarätiger Besetzung über die Voraussetzungen für die Bauwende auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene diskutiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „The strength of weak ties“
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             –
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Keynote von Prof. Armin Nassehi, 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, fokussierte die anstehenden Veränderungen, die vorhandenen Strukturen und die systemischen Implikationen, die für die Bauwende und die Transformation insgesamt betrachtet werden müssen. Weil die gebaute Umwelt Kulminationspunkt unterschiedlicher Funktionen und Sektoren des gesellschaftlichen Lebens ist – Wohnen, Arbeiten, Produzieren, Handel, Transport/Verkehr und Finanzwelt – gebe es auch keine allein technischen oder ökonomischen oder politischen oder moralischen oder architektonischen Lösungen. Damit verbunden seien logische, motivationale, normative und operative Herausforderungen. Die Trägheit der Strukturen stehe dem erforderlichen Wandel entgegen, folgerte er, und stellte die „Preisfrage“ wie diese überwunden werden könne. Ungewöhnliche Verbindungen einzugehen breche Muster auf und erzeuge neue Lösungen – der Gedanke der Interdependenzunterbrechung ermögliche es, aus dem Problem die Lösung zu generieren: „The strength of weak ties“. Um die Probleme zu lösen, müssten ungewöhnliche Verbindungen eingegangen werden, schlug Nassehi als methodischen Ansatz vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Städte zu Wäldern machen“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             –
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
              lautete der Aufruf von Prof. Hans Joachim Schellnhuber
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           , Direktor Emeritus am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Initiator und Gründer der ,Bauhaus der Erde gGmbH’ an die Akteure des Bauwesens. Denn: „Wir haben ein Menschheitsproblem – der zu erwartende Temperaturanstieg bis 2100 liege zwischen +2 Grad und +4 Grad Celsius“. Vor allem anderen fordert er die Transformation der gebauten Umwelt: „Ohne radikale Bauwende wird das Pariser Klimaabkommen scheitern. Wenn wir Stahlbeton durch organische Materialien wie Holz oder Bambus ersetzen, können wir erhebliche Mengen an klimaschädlichen Emissionen vermeiden. Mit regenerativer Architektur könnten wir uns quasi aus der Klimakrise herausbauen.“ Gebäude als globale Kohlenstoffsenke lautet sein Motto: in 2050 sollten 90% der städtischen Neubauten aus Holz errichtet werden, darin könnten 75 GT CO2 gespeichert werden. Dem stünde ein Ausstoß von 28 GT CO2 gegenüber, aber eine Reduktion von 71 GT CO2 auf 7 GT CO2 durch den auf 10% abgesenkten Anteil von Stahl und Beton.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutschland hat sich das Ziel gesetzt bis 2045 CO2 - neutral zu werden. Der Fahrplan für die Transformation laute: Dekarbonisierung und der Weltregion entsprechende erneuerbare Energien aus Wind, Sonne, Wasser oder als gemischtes System. Weil die gebaute Umwelt für 40% des globalen Treibhausgasausstoßes und 55% des Abfallaufkommens (entwickelte Länder) verantwortlich sei – der Elefant im Klimaraum – müsse die Bauwende am dringlichsten vorangetrieben werden. Städte mit Neubauten aus Holz könnten als CO2-Senken Zeit verschaffen für die Klimawende. Bio-basiertes Bauen liefere eine bessere Lösung als technologische Ansätze, wie z.B. die CO2-Filterung führte Schellnhuber aus. Zudem müsse der Verlust von Wäldern gestoppt und 200 Mio. Hektar an degradierten Flächen, v.a. in Asien, wiederaufgeforstet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             "Bevölkerungswachstum und fortschreitende Urbanisierung erfordern globale Lösungen für die Klimaziele"
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              –
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             resümierte 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Prof. Estelle Herlyn,
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        
            FOM für Oekonomie und Management Düsseldorf, in ihrem Vortrag über Nachhaltigkeit im Bauwesen, Globale Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze die rasante Urbanisierung – denn bis 2050 würden doppelt so viele Menschen in Städten leben wie heute. In den kommenden 40 Jahren würde die Stadt New York 500-mal gebaut werden müssen – eine pro Monat. Durch die Urbanisierung habe China von 2011 bis 2013 so viel Beton verbaut wie die USA im gesamten 20. Jahrhundert. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Die gigantischen Nachhaltigkeitsherausforderungen im Bereich des Bauens werden vor dem Hintergrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums und der deshalb fortschreitenden Urbanisierung – in 2050 werden doppelt so viele Menschen wie heute in Städten leben - nur mit technologischen Innovationen zu bewältigen sein." Zunehmende Migration unterstreiche die Notwendigkeit für globale Veränderungen. Herlyn zufolge ist das Bevölkerungswachstum zentraler Treiber für viele Probleme. Durch den Bauboom komme es zu steigenden CO2 - Emissionen und Energieverbrauch sowie Ressourcenknappheit. Herlyn konstatierte, dass die Mega-Cities im Jahre 2100 so groß sein werden (z.B. 80 Mio. Einwohner in Lagos), dass Holz das durch die Bevölkerungsexplosion generierte Wohnungsproblem nicht lösen könne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Deutschland verwies Herlyn auf hohe Baukosten, fehlende Ressourcen durch weltweite Nachfrage und Handwerkermangel als Gründe für die geringe Sanierungsrate von 1,9%, mit der die deutschen Klimaziele unerreichbar seien. Zudem sei die Bau- und Immobilienwirtschaft Ort des Konfliktes zwischen Ökologie und Sozialem. Herlyn zufolge ist „Deutschland ist aktuell kein Muster für die Welt“ und fordert: „Der Raum möglicher Lösungen muss dringend erweitert werden“. Es müsse international gedacht, Synergien hergestellt, Klimaschutz und Entwicklung zusammen gedacht werden: „750 € Investition spart eine Tonne CO2“ – die Schweiz unterstütze bspw. Peru, weil sie ihre CO2 - Probleme allein nicht lösen könne. Unter der Überschrift „Gibt es eine (globale) Lösung?“ plädierte die Referentin für Pragmatismus und Lösungsoffenheit – auch im Hinblick auf die Nutzung synthetischer Energieträger für Heizung und Kühlung sowie die Verwendung von klimaneutralem Stahl, Beton und Zement mittels Direktreduktion mit Gas (inkl. CCU, ggf. als Brückentechnologie) und E-Fuels im Bereich (Baustellen)Logistik. Notwendig dafür sei aber nicht nur grüner, sondern klimaneutraler Wasserstoff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Erfolgsfaktoren und notwendige Bausteine einer guten Zukunft führte sie eine durch Wohlstand bedingte Stabilisierung des Bevölkerungswachstums, ein Zusammendenken von Entwicklung und Klimaschutz, Technologieoffenheit, Umbau statt Abriss an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 30 Nov 2021 12:13:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denkraumstadt.de/bauwende-zukunft-bau-kongress-2021</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Der Pritzker Preis 2021: Mehrdimensional nachhaltige Architektur ist möglich</title>
      <link>https://www.denkraumstadt.de/mehrdimensional-nachhaltige-architektur-ist-moeglich</link>
      <description>Der Pritzker-Preis 2021 ist ein architekturpolitisches Statement. Die Jury würdigte damit das Werk von Anne Lacaton und Jean Philipp Vassal, die seit Jahrzehnten vormachen wie ressourenschonendes Bauen aussehen kann. Das ist nicht nur kostengünstig und ein Baustein für die Einhaltung der Klimaziele – dahinter steht die Vorstellung von der Stadt als Ort für menschliches Zusammenleben.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Cité Grand du Parc Bordeaux von Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Pritzker Preis 2021
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Radikales Umdenken in der Stadtproduktion als Chance für die Einladung der Klimaziele und die Stadt als Ort für menschliches Zusammenleben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verleihung des Pritzker-Preises 2021 für Architektur an das französische Architektenduo Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal ist die zarte Pflanze eines kulturellen Wandels in der Architektur. Der Preis würdigt eine Architektur, die einen bedeutenden Beitrag für die Menschheit und die gebaute Umwelt darstellt. Das Werk der Preisträger*in kündet auch von der Macht der Architekten die Stadtproduktion im Sinne des Klimaschutzes zu gestalten und dabei soziale Belange nicht außer Acht zu lassen. In ihrem gut 40-jährigen baulichen Schaffen haben Lacaton/Vassal noch kein einziges Gebäude abgerissen. Dementsprechend sah auch der Wettbewerbsbeitrag für einen Sozialwohnungsbau in Bordeaux, die Cité Grand du Parc Bordeaux, für den das Büro 2019 den Mies van der Rohe Award verliehen bekam, anstatt des geforderten Abrisses den Erhalt und Umbau der 530 Sozialwohnungen aus den 1960er Jahren vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pritzker-Jury betonte, der architektonische Denkansatz der Preisträger erneuere nicht nur das Erbe der Moderne, sondern stelle auch eine Anpassung des Berufsverständnisses der Architekten selbst dar. Der Traum und das Versprechen der Moderne, das Leben der Massen zu verbessern, würden durch ihr Werk, das dem gegenwärtigen klimatischen und ökologischen Notstand Rechnung trage, insbesondere auf dem Gebiet des städtischen Wohnens wiederbelebt. Mit ausgeprägtem Sinn für Raum und Material setzten sie das um, so die Jury, und schüfen dadurch eine Architektur, deren Gestaltung genauso stark sei wie ihre Überzeugungen – mit einer Ästhetik, die ebenso transparent sei wie ihre Ethik.(1)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Bauten der beiden Architekten kommt eine Grundhaltung zum Ausdruck, die die anstehenden wirtschaftlich-ökologisch-sozialen Herausforderungen und städtischen Transformationsprozesse als Chance und Möglichkeitsraum betrachtet. Energetische und soziale Probleme könne man nicht durch Abriss lösen, der Erhalt des Bestandes sei zentral für die Idee der Nachhaltigkeit, erläuterte Philippe Vassal im Interview.(2) Nachhaltigkeit in ihrer ganzheitlichen Definition wird hier als konzeptioneller Ansatz konsequent umgesetzt. Auch Anne Lacaton unterstreicht den Wert des Existierenden, beschreibt Transformation als Möglichkeit das Bestehende zu verbessern. Abriss sei eine Entscheidung der Leichtfertigkeit und Kurzfristigkeit, eine Verschwendung vieler Dinge – von Energie, Material und von Geschichte. Zudem habe Abriss negative soziale Auswirkungen. Abriss ist ein Gewaltakt, konstatierte Anne Lacaton bei der Preisverleihung.(3)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zukunftsfähige Städte im Sinne eines inklusiven Leitbildes – Städte für (alle) Menschen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gehe um die soziale Aufgabe der Architektur, das ,Recht auf Stadt’ für Alle, und die Frage inwieweit Geringverdiener zukünftig am Wohnen, das gewisse Bedürfnisse erfüllt, in den Innenstädten teilhaben könnten. Dahinter steht die „Erkenntnis, dass Architektur mehr ist, als ein Programm auf einem Baugrund.“(4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lacaton/Vassal wollen mit ihrer Arbeit den Menschen dienen – Architektur könne für die gesamte Gesellschaft gemeinschaftsbildend wirken.(5) Deshalb sind nicht High- Tech-Materialien und selbstreferenzielle Leuchttürme architektonisches Ziel, sondern der konzeptionelle Umgang mit Raum, Licht und klimatischen Verhältnissen im Sinne der Bewohner und des Vorgefundenen. Architektur muss sich den Menschen und dem Ort anpassen, erfüllt keinen Selbstzweck. Im Gegenteil konstatiert J.P. Vassal: „Architektur passiert, wenn Menschen darin leben.“(6)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Interventions-Ort mit seinen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Bewohnern ist in „seiner ganzen Komplexität, dem Reichtum, den Störungen und Qualitäten der Stadt“ der Ausgangspunkt eines partizipativen Architekturentwicklungsprozesses, Tabula rasa gibt es nicht. (7)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht Defizite sehen, sondern Möglichkeitsräume – die Qualitäten des Vorgefundenen respektieren, die Identitäten des Ortes und ihre Bedeutung für den Sozialraum verstehen. Daher begreifen sie „Abriss als Akt der Gewalt. Genauso wie unnötige Eingriffe in die Umwelt.“ Mit dem Vorhandenen umgehen, „mit weniger mehr erreichen“ – weniger Ressourcen, dafür mehr architekturpolitische Programmatik.(8)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern ist der Pritzkerpreis auch ein eindeutiges Statement für eine andere Baukultur – gegen die ubiquitäre Praxis von Abriss und Neubau analog zur Kostenlogik der Bauwirtschaft. Lacaton/Vassal machen vor, wie es geht, jenseits von eingefahrenen Handlungsmustern und verselbständigten Strukturen des Bauwesens nachhaltig zukunftsorientiert zu bauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1 https://www.pritzkerprize.com/laureates/anne-lacaton-and-jean-philippe-vassal (01.06.21) 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2 Interview mit Antonia Herrscher, in: taz am wochenende, 15./16.05.21, S.49
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3 wie Anmerkung 1
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4 wie Anmerkung 2 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5 wie Anmerkung 1 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6 wie Anmerkung 2 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           7 ebenda
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           8 ebd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 06 Jun 2021 15:49:27 GMT</pubDate>
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